Demonstrationsplakate in Hongkong - Untersützung für vier Abgeordnete. | Bildquelle: AP

Hongkong 5000 Demonstranten für vier Abgeordnete

Stand: 01.01.2017 16:27 Uhr

Tausende Demonstranten haben in Hongkong für vier prodemokratische Abgeordnete demonstriert. Den Parlamentariern wird vorgeworfen, in ihren Amtseiden Kritik an China geäußert zu haben. Als Folge hatte die Stadtverwaltung Verfahren gegen sie eingeleitet.

In Hongkong haben fast 5000 Menschen für vier prodemokratische Abgeordnete protestiert. Die Stadtverwaltung der Metropole hat rechtliche Verfahren gegen die vor kurzem gewählten Parlamentarier eingeleitet, weil sie bei ihrer Vereidigung kritische Bemerkungen gegen die chinesische Regierung in ihre Amtseide einfließen lassen haben sollen.

Demonstration in Hongkong
tagesthemen 23:15 Uhr, 01.01.2017

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Die Demonstration war auch dazu gedacht, Geld für die Abgeordneten zu sammeln. Das Verfahren gegen sie soll im Februar beginnen.

Einige der Demonstranten hielten Flaggen in die Höhe, auf denen "Hongkong Unabhängigkeit" stand. Die Meldungen zur Zahl der Teilnehmer variiert. Die Polizei spricht von 4800, die Organisationen reden von 9100.

Im November hatte die Hongkonger Regierung in einem ähnlichen Verfahren zwei Abgeordnete aus dem Parlament verbannt. Zuvor hatte Peking erklärt, dass jedem das Amt versagt werden solle, der seinen Eid nicht angemessen ablege. Unter den Hongkongern hat Chinas Einmischung Bedenken ausgelöst, dass Peking die Autonomie der Sonderverwaltungsregion untergraben könnte.

alt Landkarte von China mit den Städten Peking und Hongkong

Hongkong - "ein Land, zwei Systeme"

Das sieben Millionen Einwohner zählende Hongkong gehört als Sonderverwaltungsregion zu China. Als eigenständiges Territorium mit Zollschranken und Passkontrollen an seinen Grenzen wird das asiatische Wirtschafts- und Finanzzentrum heute autonom verwaltet. Seit der Rückgabe der früheren britischen Kronkolonie 1997 an China gilt der Grundsatz "ein Land, zwei Systeme".

Grundlage ist die Gemeinsame Erklärung von Großbritannien und China von 1984. Darin verspricht China, den freiheitlichen Lebensstil und das marktwirtschaftliche System für mindestens 50 Jahre wahren zu wollen.
Demokratie will China ebensowenig einführen wie freie Wahlen erlauben. Ein Wahlkomitee bestimmt den Regierungschef, während das Parlament (Legislativrat) nur teilweise demokratisch besetzt wird. Die Bevölkerung besteht zu 92 Prozent aus Chinesen, die meist Kantonesisch sprechen.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 01. Januar 2017 um 17:00 Uhr.

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