Merkel und Hollande am 25. November 2015 in Paris | Bildquelle: REUTERS

Paris-Besuch der Kanzlerin Merkel sichert Frankreich Hilfe zu

Stand: 26.11.2015 05:53 Uhr

Konkret wurde sie zwar nicht. Grundsätzlich hat Kanzlerin Merkel den Franzosen aber Hilfe beim Kampf gegen den IS zugesagt. Und klar sei auch, so Merkel bei ihrem Paris-Besuch: "Der 'Islamische Staat' muss mit militärischen Mitteln bekämpft werden." Heute empfängt Russlands Präsident Putin Frankreichs Präsident Hollande.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat dem französischen Präsidenten François Hollande noch weitergehende Hilfe im Anti-Terror-Kampf in Aussicht gestellt. "Wenn der französische Präsident mich bittet, darüber nachzudenken, was wir mehr tun können, dann ist das Aufgabe für uns, darüber nachzudenken", sagte Merkel bei einem Treffen mit Hollande in Paris. "Wir werden hier sehr schnell reagieren." Ohne auf Details einzugehen, sagte Merkel: "Der 'Islamische Staat' muss mit militärischen Mitteln bekämpft werden."

Hollande sagte, es wäre "ein sehr gutes Signal", wenn Deutschland beim Kampf gegen den IS im Irak und Syrien weitergehen könnte als bislang.

Merkel trifft Hollande in Paris
tagesthemen 22:15 Uhr, 25.11.2015, Mathias Werth, ARD Paris

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Gabriel: "Sind den Franzosen eine Menge schuldig"

Vizekanzler Sigmar Gabriel sprach sich ebenfalls für eine militärische Unterstützung aus. Allerdings rechnet er nicht mit einem bedeutenden deutschen Kampfeinsatz. "Wir sind den Franzosen wirklich eine Menge schuldig. Und ich glaube, dass das, was sie von uns verlangen werden, Deutschland nicht dazu zwingt, in großem Umfang militärisch zu intervenieren", sagte Gabriel bei einer Veranstaltung im Braunschweiger Dom. Deutschland könne die Franzosen aber "zum Beispiel in Mali entlasten, ihnen bei der Aufklärung helfen", fügte Gabriel hinzu.

Außenminister Frank-Walter Steinmeier erklärte, "es wäre falsch, sich nur auf militärische Mittel zu beschränken, aber es wäre auch naiv zu glauben, es ginge ganz ohne“, sagte der Sozialdemokrat im Bundestag. "Wir brauchen beides“, so Steinmeier. Wie eine Unterstützung durch Deutschland aussehen könnte, ist bislang unklar - auch wenn zuletzt über einen möglichen Einsatz von deutschen Tornado-Aufklärungsflugzeugen spekuliert worden war.

Hollande: "Bin gespannt, was Berlin noch tun kann"

Eigentlich wollte sich die Bundesregierung auf Waffen- und Ausrüstungslieferungen für die im Nordirak gegen den IS kämpfenden Kurden konzentrieren. Zudem sollen nach Ankündigungen von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) künftig bis zu 650 Soldaten im westafrikanischen Mali stationiert werden, um die französischen Streitkräfte im Anti-Terror-Kampf zu entlasten. Daneben ist vorgesehen, dass an der Ausbildung kurdischer Peschmerga-Kämpfer im Irak künftig bis zu 150 deutsche Soldaten teilnehmen statt wie bisher 100.

Hollande begrüßte diese deutschen Pläne ausdrücklich, sagte gleichzeitig aber, dass er gespannt sei, was Berlin noch mehr tun könne.

Das französische Parlament stimmte unterdessen mit überwältigender Mehrheit für die Fortsetzung der Luftangriffe auf den IS in Syrien gestimmt. In der Nationalversammlung stimmten am Mittwoch 515 Abgeordnete dafür, die Angriffe auch über Anfang Januar hinaus fortzusetzen, vier votierte dagegen. Im Senat gab es keine einzige Gegenstimme.

Russland will breite "Anti-Terror-Front"

Heute empfängt der russsische Präsident Wladimir Putin Hollande in Moskau. Vor dem Treffen bekräftigte Vizeaußenminister Sergej Rjabkow das Interesse Russlands an einer internationalen Koalition im Kampf gegen den Terrorismus. Russland wolle eine "breite Anti-Terror-Front, eine echte Koalition", sagte Rjabkow der Agentur Interfax. Dazu gebe es keine Alternative.

Deutsche Tornados in Syrien und im Irak?
C. Reible, ARD Berlin
26.11.2015 09:56 Uhr

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