Der Eingang zu der Höhle Hölloch. | Bildquelle: dpa

Nach Wassereinbruch Touristen sitzen in Höhle fest

Stand: 22.01.2018 17:55 Uhr

Seit Sonntagmorgen harren acht Männer bei sechs Grad Kälte in einer Schweizer Höhle aus. Ein Wassereinbruch hat ihnen den Rückweg abgeschnitten. Wann sie gerettet werden können, ist unklar.

Im Schweizer Kanton Schwyz sitzen nach einem unerwarteten Wassereinbruch sieben Touristen und ein Höhlenführer in einer Höhle fest. Der Rückweg sei ihnen nach den heftigen Regenfällen versperrt, sagte Franz Auf der Maur von der Schweizerischen Gesellschaft für Höhlenforschung bei einer Pressekonferenz. Sie müssten wohl bis Donnerstag ausharren.

Ein Sprecher der Schwyzer Kantonspolizei sagte der Schweizer Nachrichtenagentur SDA dagegen, es sei noch unklar, wann die Eingeschlossenen die Höhle wieder verlassen können. Den acht Männern im Alter zwischen 25 und 55 Jahren gehe es aber gut. Sie hätten genügend Lebensmittel und würden psychologisch betreut.

Die Touristen waren laut Polizei am Samstag zu einer zweitägigen Tour durchs Höhlensystem Hölloch aufgebrochen. Am frühen Sonntagmorgen konnten sie die Höhle nicht mehr verlassen. Die Behörden haben Kontakt zu ihnen. Vier Profikletterer erreichten die Männer nach einer achtstündigen Klettertour über eine andere Route. Dieser Weg sei aber nur für Profis zugänglich und komme für eine Touristengruppe nicht in Frage, sagte ein Sprecher der Rettungskräfte.

Eingang zu der Höhle Hölloch | Bildquelle: dpa
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Im Schweizer Kanton Schwyz sitzen nach einem unerwarteten Wassereinbruch sieben Touristen und ein Höhlenführer in einer Höhle fest.

Eines der größten Höhlensysteme der Welt

Die Männer halten sich den Angaben zufolge in einem Teil der Höhle auf, der vor Hochwasser sicher ist. Sie wohnen in einem Biwak, das für Übernachtungen ausgestattet ist. Es gebe dort neben Nahrung auch Medikamente. Die Temperatur liegt im Sommer und Winter bei etwa sechs Grad. Sie könnten tagsüber kurze Touren in hochwassersichere Gebiete der Höhle machen. Der Veranstalter zeigte sich zuversichtlich, dass die Männer unbeschadet wieder aus der Höhle kommen. Das Unglück sei nicht voraussehbar gewesen.

Das Hölloch ist mit mehr als 200 erforschten Kilometern eines der größten Höhlensysteme der Welt. Immer wieder werden Höhlenbesucher eingeschlossen - meistens im Winter, da diese Jahreszeit sich wegen des tiefen Wasserstandes am besten für Expeditionen eignet.

Über dieses Thema berichtete Bayern2 am 25. Januar 2018 um 06:05 Uhr.

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