Zerstörungen durch den Hurrikan "Harvey" in Rockport, Texas | Bildquelle: AFP

"Harvey" in Texas "Es klang wie ein Zug mit eckigen Rädern"

Stand: 27.08.2017 06:35 Uhr

Verwüstend ist Hurrikan "Harvey" die Küste von Texas entlang gezogen. Mindestens zwei Menschen kamen ums Leben. Zwar wurde er zum Tropensturm herabgestuft, doch nun warnt das US-Hurrikanzentrum vor "katastrophalen Überschwemmungen".

Von Martina Buttler, ARD-Studio Washington

"Harvey" hat mehrere texanische Küstenstädte verwüstet. Vor allem in Rockport, wo der Sturm auf Land traf, sind Häuser eingestürzt, Dächer abgedeckt, Bäume umgeknickt. Mittlerweile wurde der Hurrikan zu einem Tropensturm heruntergestuft.

Ein Anwohner in Rockport sagt: "Zahlreiche Gebäude sind komplett platt. Bei mir sind Eichenbäume, die Hunderte Jahre alt waren, umgekippt. Und auf meinem Dach habe ich derzeit einen Magnolienbaum." Der Mann erzählt, wie er in seinem Haus gesessen und den Sturm erlebt hat. "Das ist das letzte Mal, dass ich sowas ausgesessen habe. Ich habe nicht geschlafen. Es klang wie ein Zug mit eckigen Rädern, und ich wusste nicht, wann mein Dach wegfliegen würde."

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Hurrikan "Harvey"

Fluten in Houston

Überflutete Straßen, geschlossene Flughäfen und evakuierte Krankenhäuser - starke Regenfälle haben die texanische Millionenmetropole Houston ins Chaos gestürzt. Der internationale Flughafen Houstons wurde bis auf Weiteres geschlossen. Die Schulen bleiben mindestens bis zum 5. September geschlossen. | Bildquelle: REUTERS

Heftige Regenfälle erwartet

Mindestens zwei Menschen kamen ums Leben, mehrere wurden verletzt. Auch wenn der Wind sich abgeschwächt hat, entfaltet sich nun "Harveys" zerstörerische Kraft erst richtig. Für die kommenden Tage werden heftige Regenfälle erwartet. Teilweise wird es mehr in einigen Gegenden regnen als sonst innerhalb eines Jahres. Gregg Abbott, der Gouverneur von Texas, sagte: "Jetzt ist unsere Hauptsorge: dramatische Überflutungen."

Eine Kinder-Intensivstation hat mit einem Flugzeug mehrere besonders schwache Babys in andere Krankenhäuser gebracht, damit sie dort zuverlässig versorgt werden können. Drei Gefängnisse mit mehr als 4000 Insassen wurden evakuiert. Jason Clark vom Department of Criminal Justice sagte, dass bis sonntagfrüh noch Gefangene in den Osten von Texas verlegt würden.

Hurrikan "Harvey" richtet schwere Schäden an
tagesschau24 15:00 Uhr, 27.08.2017, Gudrun Engel, WDR

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Hunderttausende ohne Strom

Mehr als 300.000 Menschen sind immer noch ohne Strom. Houston, San Antonio und Austin sollen in der Nacht zum Sonntag bis zu einem halben Meter Niederschlag bekommen. Es drohen nun Rekordregen und gefährliche Überschwemmungen.

Zerstörungen durch den Hurrikan "Harvey" in Bolivar, Texas | Bildquelle: AP
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Zerstörungen durch den Hurrikan "Harvey" in Bolivar, Texas.

Feuerwehr und Hilfsorganisationen sind unterwegs, sobald der Sturm durchgezogen ist, so Robert Webb von der Salvation Army. Er sagte: "Wir haben einige mobile Teams in Corpus Christi und Victoria. Wir haben 29 Teams, die in San Antonio, Dallas und Galveston auf Stand-by sind und darauf warten, dass der Sturm so sehr abschwächt, dass wir in die Regionen gehen können, wo wir am meisten gebraucht werden.

US-Präsident Donald Trump lobte derweil über Twitter die Zusammenarbeit der Behörden. Und er bedankte sich bei allen freiwilligen Helfern.  

Nach dem Sturm kommen Regen und Überschwemmungen
Martina Buttler, ARD Washington
27.08.2017 07:45 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 26. August 2017 um 18:17 Uhr und die tagesschau am 27. August 2017 um 04:17 Uhr.

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