Ismail Haniyeh bei einer Rede vor einem Plakat von Jerusalem | Bildquelle: REUTERS

Trumps Jerusalem-Entscheidung Aufruf zum Aufstand gegen Israel

Stand: 07.12.2017 12:47 Uhr

Nach Trumps umstrittener Jerusalem-Entscheidung ist nun eingetreten, was viele befürchtet haben: Die radikale Palästinenserorganisation Hamas rief zu einer neuen Intifada auf - und Israel verstärkt seine Truppen. Der Friedensprozess ist - wieder einmal - in weite Ferne gerückt.

Von Tim Aßmann, ARD-Studio Tel Aviv

Das Hintergrundbild war sorgsam gewählt: Hinter dem Chef der Palästinenserorganisation Hamas, Ismael Hanija, stand ein Plakat, auf dem die Jerusalemer Altstadt und der Felsendom zu sehen waren. Darum ging es Hanija. Die Bedeutung Jerusalems für die Palästinenser stand im Mittelpunkt der Videobotschaft des Hamas-Führers, als er vom Gazastreifen aus zu einem neuen Volksaufstand, einer Intifada aufrief.

Susanne Glass, ARD Tel Aviv, zur Sicherheitslage in Israel
tagesschau24 16:00 Uhr, 07.12.2017

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"Aufstand soll ins Herz des Feindes getragen werden"

"Was ist nun mit dem palästinensischen Volk? Mit unseren Brüdern im Westjordanland und in Jerusalem?", fragte Hanija. "Die Stadt wird aus ihrem arabischen, muslimischen Kontext herausgerissen. Wir rufen dazu auf und werden daran arbeiten, dass es eine Intifada gegen die zionistische Besatzung geben wird." Der Aufstand solle ins Herz des zionistischen Feindes getragen werden, so der Hamas-Chef weiter. Er forderte die Menschen in den palästinensischen Gebieten auf, über Grenzen hinauszugehen.

Palästinenser versuchen sich gegen Trump-Entscheidung zu wehren
tagesschau 16:00 Uhr, 07.12.2017, Susanne Glass, ARD Tel Aviv

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Aus Protest gegen die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, Jerusalem als israelische Hauptstadt anzuerkennen, riefen die Palästinenser auch einen Generalstreik aus. Schulen und Geschäfte blieben geschlossen. Massenkundgebungen sind angekündigt - und es wird befürchtet, dass es zu Gewalt kommen könnte. Die israelischen Sicherheitskräfte sind deshalb in Alarmbereitschaft, und die Armee verstärkte ihre Truppen im besetzten Westjordanland um mehrere Bataillone.

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Streik und Proteste in den Palästinensergebieten

Teestube in Nablus und Fernsehübertragung der Rede Trumps

Nablus am 6. Dezember: Die Rede von US-Präsident Trump wird in einer Teestube live übertragen. Mit Trump erkennt erstmals ein US-Präsident Jerusalem als Hauptstadt Israels an. | Bildquelle: AP

Gilad Erdan, Israels Minister für Innere Sicherheit, sagte im Armee-Radio: "Es wird gerade sehr viel Hetze verbreitet - nicht nur auf Seiten der Hamas. Die Hetze geht auch von anderen Palästinensern und israelischen Arabern aus, sodass bereits in der vergangenen Nacht in Ostjerusalem mehr Molotow-Cocktails und Steine geworfen wurden, als es in den vergangenen Monaten der Fall war. Alles zusammen führt zu einer explosiven Atmosphäre und daher müssen wir vorbereitet sein."

Noch keine größeren Ausschreitungen

Insgesamt betrachtet sind größere Ausschreitungen im Westjordanland und in Jerusalem bisher ausgeblieben. Die israelischen Behörden bereiten sich nun auch auf die muslimischen Freitagsgebete in Jerusalem vor. Es wird befürchtet, dass es im Anschluss zu Ausschreitungen kommen könnte.

Die dritte Intifada der Palästinenser

Die Palästinenser haben bereits zum dritten Mal zu einer Intifada gegen Israel aufgerufen: Während der als "Krieg der Steine" begonnenen ersten Intifada von 1987 bis 1993 verloren etwa 2200 Palästinenser und 200 Israelis ihr Leben. Bei der "Al-Aksa-Intifada" von 2000 bis 2005 starben mehr als 3500 Palästinenser und mehr als 1000 Israelis.

Israels Premierminister Benjamin Netanyahu rechnet unterdessen damit, dass nach den USA auch andere Länder eine Verlegung ihrer Botschaft nach Jerusalem ankündigen werden. Netanyahu dankte dem US-Präsidenten dafür, dass die USA als erstes Land weltweit Jerusalem als israelische Hauptstadt anerkannt haben.

Netanyahus Dank ist Trump sicher

"Präsident Trump verewigte sich gestern in der Geschichte unserer Hauptstadt. Ich möchte ihm und dem amerikanischen Kongress danken", so Netanyahu. "Bei dieser Gelegenheit möchte ich Ihnen auch mitteilen, dass wir uns im Kontakt mit anderen Staaten befinden, die eine ähnliche Anerkennung aussprechen möchten." Er habe deshalb keine Zweifel, dass noch vor dem Umzug der US-Botschaft nach Jerusalem andere Konsulate bereits umgezogen sein könnten.

Konkrete Länder nannte Netanyahu nicht, aber israelische Medien berichteten am Morgen, dass Tschechien und die Philippinen prüfen würden, ihre Botschaften nach Jerusalem zu verlegen.

Nach Trumps Jerusalem-Entscheidung
Tim Aßmann, ARD Tel Aviv
07.12.2017 13:34 Uhr

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Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 07. Dezember 2017 um 10:00 Uhr.

Korrespondent

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