Gruppenbild der Teilnehmer des G20-Finanzminister-Treffens | Bildquelle: REUTERS

Treffen der G20-Finanzminister USA zeigen sich gesprächsbereit

Stand: 22.07.2018 21:51 Uhr

Im Konflikt um Zölle bieten die USA Gespräche an - allerdings unter Bedingungen. Während sich Frankreich beim G20-Finanzministertreffen kompromisslos zeigt, schlägt auch der Vertreter des EU-Rats moderate Töne an.

Im internationalen Handelsstreit haben sich die USA gegenüber Europa und Japan gesprächsbereit gezeigt. Beim Treffen der G20-Finanzminister in Buenos Aires schlug Finanzminister Steven Mnuchin erneut vor, die Handelsbarrieren innerhalb der Gruppe der sieben traditionellen Industriestaaten (G7) fallenzulassen. "Wenn Europa an den Freihandel glaubt, sind wir bereit, ein Freihandelsabkommen zu unterzeichnen."

G20 warnen vor gefährlicher Zoll-Spirale
tagesschau24 10:00 Uhr, 23.07.2018, Matthias Ebert, ARD Buenos Aires

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Bedingungen genannt

Er nannte allerdings Bedingungen: die Abschaffung von Zöllen, Handelsbarrieren und Beihilfen. Frankreich hält dagegen: Bevor sich die EU zu Handelsgesprächen bereiterkläre, müsste US-Präsident Donald Trump die Zölle auf Stahl und Aluminium sowie seine Drohung mit Zöllen auf Autos zurückziehen. "Wir weigern uns, mit einer Pistole auf der Brust zu verhandeln", sagte Finanzminister Bruno Le Maire.

Der Vertreter des EU-Rats bei der G20, Hubert Fuchs, schlug hingegen moderatere Töne an. Der Verzicht auf die Stahl- und Aluminiumzölle sei keine Voraussetzung für Handelsgespräche. Er begrüßte den Vorstoß Mnuchins. "Selbst der Finanzminister der USA spricht sich für fairen und freien Handel aus. Das Problem ist, dass die USA unter fairem und freien Handel etwas anderes verstehen."

Warnung vor Eskalation

Der Internationale Währungsfonds hatte zuvor die führenden Industrie- und Schwellenländer der G20-Gruppe vor einer Eskalation des von Trump angezettelten Handelsstreits gewarnt. Im schlimmsten Falle könnte das weltweite Wirtschaftswachstum um einen halben Prozentpunkt niedriger ausfallen, sagte IWF-Chefin Christine Lagarde. Auch in der gemeinsamen Erklärung der Finanzminister und Notenbankchefs hieß es: Der internationale Handel und Investitionen seien wichtige Motoren für Wachstum, Produktivität, Innovation und Entwicklung. "Wir müssen den Dialog intensivieren und Maßnahmen ergreifen, um die Risiken einzuhegen und das Vertrauen zu steigern."

Olaf Scholz (SPD), Bundesminister der Finanzen, beim Treffen der G20-Finanzminister und Notenbankchefs. | Bildquelle: dpa
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Finanzminister Olaf Scholz setzt auf Einigkeit innerhalb der EU.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz hatte hingegen eine andere Hoffnung geäußert. "Eine wahrscheinlich gar nicht angestrebte Folgewirkung der Politik des amerikanischen Präsidenten könnte ein unglaublich beschleunigter Integrationsprozess der Europäischen Union sein."

Am Mittwoch reisen EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker und EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström zu Gesprächen nach Washington. Sollte Trump im Konflikt um immer neue Zölle nicht einlenken, erwägt die EU weitere Gegenmaßnahmen. "Die EU verhandelt als Gemeinschaft. Es gibt keine bilateralen Verhandlungen einzelner Staaten der Europäischen Union", sagte Scholz.

G20-Finanzministertreffen - Warnungen vor Eskalation im Handelsstreit
Ivo Maruscyk, ARD Buenos Aires
23.07.2018 08:53 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 22. Juli 2018 um 20:00 Uhr.

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