Karte: Mexiko

Sicherheitskräfte gehen gegen kriminelle Bande vor Mindestens zehn Tote bei Razzia in Mexiko

Stand: 14.03.2016 11:37 Uhr

Im mexikanischen Reynosa wurden bei einer Großrazzia mindestens zehn Bandenmitglieder getötet. Soldaten, Bundespolizisten und Marineinfanteristen lieferten sich heftige Feuergefechte gegen ein Drogenkartell. Erst nach Stunden beruhigte sich die Lage wieder.

Bei einer Großrazzia haben mexikanische Sicherheitskräfte mindestens zehn mutmaßliche Mitglieder einer kriminellen Bande getötet.

Soldaten, Bundespolizisten und Marineinfanteristen nahmen an dem Einsatz in der mexikanischen Großstadt Reynosa an der Grenze zum US-Bundesstaat Texas teil, wie die Sicherheitsbehörden mitteilten.

Straßenblockaden und brennende Fahrzeuge

Die Gewalt sei am frühen Sonntagmorgen aufgeflammt, wo Soldaten und Polizisten gegen ein Drogenkartell vorgingen. Bandenmitglieder lieferten sich den Behörden zufolge über Stunden hinweg heftige Feuergefechte mit den Einheiten. Zudem wurden Autos, Lkw und Busse gekapert, um sie in Brand zu setzen und mit ihnen die Straßen zu blockieren. Auch in anderen Teilen der Stadt hätten sich die gegnerischen Parteien Schusswechsel geliefert.

Vier Soldaten wurden leicht verletzt, als sich ihr Militärfahrzeug überschlagen habe. Erst nach Stunden konnten die Straßenblockaden wieder beseitigt werden.

Ein Polizeisprecher teilte mit, die Großoperation habe dem Führer des sogenannten Golfkartells in Reynosa gegolten. Ob Juan Manuel Loza alias "El Comandante Toro" festgesetzt werden konnte, wollte der Beamte nicht sagen. Bei einer Großoffensive gegen einen anderen örtlichen Anführer des Golfkartells war es im April 2015 zu ähnlich wilden Szenen gekommen. Die Region ist eine der gefährlichsten in ganz Mexiko. Dort kämpfen nicht nur die einst verbündeten Kartelle Golf und Los Zetas um die Vorherrschaft auf dem Drogenmarkt.

In Mexiko wurden in den vergangenen zehn Jahren mehr als 80.000 Menschen im Zusammenhang mit der Drogenkriminalität getötet, weitere 22.000 gelten als vermisst.

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