Großdemonstration in Rom gegen Rassismus und Rechtsextremismus | Bildquelle: AFP

Italien Großdemos zum Wahlkampfendspurt

Stand: 24.02.2018 17:44 Uhr

In der Endphase des italienischen Wahlkampfes ist die Stimmung aufgeheizt. Tausende Menschen haben in Rom, Mailand und anderen Städten demonstriert. Dabei kam es auch zu Auseinandersetzungen.

Eine Woche vor der Parlamentswahl am 4. März haben Tausende Menschen in verschiedenen italienischen Städten demonstriert. Rund 20.000 Teilnehmer wurden in Rom bei einer Demonstration gegen Rassismus und Neofaschismus erwartet, an der auch Ministerpräsident Paolo Gentiloni und sein Vorgänger Matteo Renzi teilnahmen.

Ebenfalls in Rom gingen Menschen gegen die von der Mitte-Links-Regierung eingeführten Arbeitsmarktreformen sowie gegen zwingend vorgeschriebene Impfungen auf die Straße, die wegen der Ausbreitung der Masern im Land ein größeres Wahlkampfthema geworden waren.

Tausende Impfgegner demonstrierten in Rom gegen einen möglichen Impfzwang. | Bildquelle: RICCARDO ANTIMIANI/EPA-EFE/REX/S
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Tausende Impfgegner demonstrierten in Rom gegen einen möglichen Impfzwang.

Tausende Polizisten im Einsatz

Die politische Atmosphäre vor der Wahl ist aufgeheizt. In Palermo schlossen aus Furcht vor Zusammenstößen zwischen Anhängern der extremen Linken und Rechten Geschäfte vorzeitig. Vor Tagen war in der sizilianischen Stadt ein führender neofaschistischer Politiker zusammengeschlagen worden.

Auch deshalb waren in vielen Städten Tausende Polizisten vor Ort, um Ausschreitungen zu verhindern. In Mailand kam es dennoch zu Rangeleien zwischen antifaschistischen Demonstranten und Polizisten.

Auf dem zentralen Mailänder Domplatz hielt die rechtspopulistische Lega Nord vor Zehntausenden Anhängern eine Kundgebung ab. Deren Parteichef, Matteo Salvini, ist eine Schlüsselfigur im Mitte-Rechts-Bündnis von Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi, das Umfragen derzeit mit rund 36 Prozent vorne sehen.

Der Chef der rechtspopulistischen Lega Nord, Matteo Salvini, auf dem Mailänder Domplatz | Bildquelle: AFP
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Der Chef der rechtspopulistischen Lega Nord, Matteo Salvini, füllte den Mailänder Domplatz.

Rangeleien zwischen Protestierenden und Polizisten bei einer Demonstration in Mailand | Bildquelle: AFP
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Bei Gegendprotesten kam es zu Rangeleien zwischen Polizei und Antifaschistischen Demonstranten.

Knapper Wahlausgang erwartet

Ob es bei der Wahl ein Bündnis oder eine Partei zu einer regierungsfähigen Mehrheit schafft, ist fraglich. Stärkste Einzelpartei ist mit rund 28 Prozent die Fünf-Sterne-Protestpartei, abgeschlagen dahinter sehen Meinungsforscher die Regierungspartei PD von Ministerpräsident Gentiloni bei etwa 23 Prozent. Bis Freitag dürfen die Parteien Wahlkampfveranstaltungen abhalten.

Großdemonstrationen vor der italienischen Parlamentswahl
tagesthemen 23:25 Uhr, 25.02.2018

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 24. Februar 2018 um 17:50 Uhr.

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