Gestrandete Grindwale liegen bei Nelson, Neuseeland | Bildquelle: dpa

Neuseeland 400 Grindwale gestrandet

Stand: 10.02.2017 04:55 Uhr

Seit mehr als 30 Jahren ist in Neuseeland ein Walsterben solchen Ausmaßes nicht vorgekommen. Mehr als 400 Grindwale sind an der Küste gestrandet. Für die meisten gibt es keine Rettung mehr. Viele Helfer versuchen, die etwa 100 noch lebenden Tiere wieder ins Meer zu ziehen.

An der Küste Neuseelands sind Hunderte Grindwale gestrandet. Die Tiere wurden in Farewell Spit entdeckt, einem einsamen Strand auf der Südinsel des Pazifikstaates. Nach Angaben der Naturschutzbehörde DOC wurden insgesamt 416 Wale gezählt, von denen etwa 300 bereits verendet sind.

Mehrere hundert freiwillige Helfer versuchten, die Tiere wieder in tieferes Wasser zu ziehen - meist jedoch ohne Erfolg.

Menschen versuchen, den gestrandeten Grindwalen das Leben zu retten. | Bildquelle: AFP
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Hunderte Helfer bemühen sich am Strand von Farewell Spit, die noch lebenden Wale zu retten.

Nach Angaben der neuseeländischen Naturschutzbehörde gab es seit mehr als drei Jahrzehnten kein solches Walsterben mehr. Warum die Wale an Land schwammen, ist unklar. Die Walschutzorganisation Project Jonah äußerte die Vermutung, dass es eine Kombination aus ungewöhnlich hohen Temperaturen und Erkrankungen sein könnte. Möglicherweise war auch das Echolot-System der Tiere durch Unterwasserlärm gestört.

Im Februar 2015 waren am Strand von Farewell Spit bereits schon einmal 200 Grindwale gestrandet. Damals konnten 60 Tiere wieder ins Meer zurückgebracht werden. Auf den neuseeländischen Chatham Islands waren 1918 sogar 1000 Wale gestrandet, in Auckland 1985 etwa 450.

Wale an Neuseelands Küste gestrandet
tagesschau 07:00 Uhr, 10.02.2017

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 10. Februar 2017 um 6:30 Uhr.

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