Studenten protestieren in Griechenland | Bildquelle: AP

Proteste in Griechenland Jetzt richtet sich die Wut gegen Tsipras

Stand: 02.11.2015 17:25 Uhr

Die Wut der Menschen brachte ihn ins Amt - nun richten sich die Proteste in Griechenland gegen Premier Alexis Tsipras selbst: Während Seeleute den Seeverkehr bestreikten, ging in Athen Schüler und Lehrer auf die Straße. Doch das ist erst der Anfang.

Die Schonzeit für Griechenlands neue Regierung und Premier Alexis Tsipras scheint vorbei. Aus Protest gegen die Kürzung ihrer Renten bestreikten die Seeleute den Fährverkehr - zahlreiche Inseln waren von der Außenwelt abgeschnitten.

Zeitgleich zogen in Athen verärgerte Schüler und Lehrer gemeinsam auf die Straße. Der Staat stelle wegen des Sparprogramm kaum noch Lehrer ein, es gebe "Tausende Lücken", kritisierte die Gewerkschaft der Gymnasiallehrer.

Für die nächsten Tage sind weitere Proteste geplant

Als die Protestierenden den Platz vor dem Parlament erreichten, löste sich eine Gruppe von rund 50 Autonomen aus dem Demonstrationszug und schleuderte Steine gegen die Polizei. Die Lage beruhigte sich aber rasch wieder, wie das griechische Fernsehen berichtete.

Für die kommenden Tage kündigten Rentner und Gewerkschaftsverbände weitere Streiks und Proteste an. Die größten Kundgebungen sind bislang für den 12. November geplant - den Tag, an dem das griechische Parlament weitere Sparmaßnahmen billigen will.

Darstellung: