Schweizer Grenzwächter | Bildquelle: dpa

Nach Erhöhung der Terrorwarnstufe Zwei Festnahmen in Genf

Stand: 11.12.2015 20:56 Uhr

Die Ermittlungen laufen seit der Räumung des UN-Sitzes in Genf wegen "konkreter" Bedrohung auf Hochtouren. Nun wurden zwei syrischstämmige Verdächtige festgenommen. In ihrem Auto seien Sprengstoffspuren gefunden worden, berichtet das Schweizer Fernsehen.

Nach der Erhöhung der Terrorwarnstufe von fünf auf drei sind in Genf laut einem Medienbericht zwei syrischstämmige Verdächtige festgenommen worden. In ihrem Auto seien Sprengstoffspuren gefunden worden, berichtete der öffentlich-rechtliche Schweizer Fernsehsender SRF. Auf einer Straße, die an die Grenze zu Frankreich führe, sei ein Polizeieinsatz im Gange.

Die Genfer Polizei wollte sich nicht dazu äußern, ob die beiden Festnahmen mit der seit Mittwoch laufenden Fahndung nach vier mutmaßlichen Islamisten mit Verbindungen zur Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) zusammenhängen.

Der UN-Sitz in Genf war am Mittwochabend geräumt und durchsucht worden. Die Schweizer Bundesanwaltschaft erklärte, sie habe am Vortag ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, "um ein terroristisches Ereignis zu verhindern". Die Sicherheitsbehörden sprachen von einer "konkreten" Bedrohung. Die Terrorwarnstufe wurde daraufhin erhöht.

Kostümparade findet statt

Trotz einer möglichen Terrorgefahr wollen die Behörden in Genf Menschenansammlungen am Wochenende nicht verbieten. Die berühmte jährliche Kostümparade Escalade werde ebenso stattfinden wie andere öffentliche Veranstaltungen, teilte das Genfer Departement für Sicherheit mit. Die Polizei werde weiter verstärkt auf den Straßen patrouillieren.

Über dieses Thema berichtete die tagesthemen am 11. Dezember 2015 um 22:15 Uhr.

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