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Unterwegs mit israelischer Militärpatrouille Nachts an der Grenze zu Gaza

Stand: 13.01.2016 17:09 Uhr

Sie lassen sich nur selten filmen: Israelische Elitesoldaten, die an der Grenze zum Gazastreifen patrouillieren. Das ARD-Studio Tel Aviv bekam jetzt die Gelegenheit, sie zu begleiten und erlebte gleich, wie unruhig die Lage nach wie vor an dieser Grenze ist.

Von Markus Rosch, ARD-Studio Tel Aviv

Es ist Dienstag-Nacht: Ankunft in Nahal Oz. Der Armeestützpunkt dort ist nur 400 Meter vom Gaza-Streifen entfernt. Wir dürfen auf Grenzpatrouille mit Elitesoldaten. An Israels gefährlichster Grenze. Nur selten erteilt die israelische Armee dazu die Erlaubnis. Nur einmal im Jahr, sagt man uns.

Major Sergeant Ruven nimmt uns in zwei gepanzerten Fahrzeugen mit. Entlang am Grenzzaun. Die Mission ist heikel: Immer wieder werden hier Soldaten von Scharfschützen der Hamas ins Visier genommen. Auch deshalb müssen wir Schutzwesten und Helme tragen. Und die Soldaten überprüfen das auch ganz genau. Das Risiko soll minimiert werden.

Plötzlich bricht Hektik aus

Die schwerbewaffneten Soldaten zeigen uns, wie sie den Zaun überprüfen und jede Auffälligkeit an den Stützpunkt weiterleiten. Als wir etwa eine Stunde unterwegs sind, wird es spannend. Der Konvoi stoppt plötzlich. Hektik bricht aus. Unser Konvoi wird zum Stützpunkt zurückbeordert.  

Nachtpatrouille am Gazastreifen
Markus Rosch, ARD Tel Aviv

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"Delikate Lage"

Die Rückfahrt in den engen Fahrzeugen geschieht im Rekordtempo. Auf Nachfrage heisst es, die Lage sei „delikat“, so der Kommandeur.

Was das genau bedeutet, erfahren wir erst am nächsten Tag: Es gab offenbar konkrete Informationen über einen unmittelbar drohenden Terroranschlag. Eine Gruppe Palästinenser soll versucht haben, eine Bombe am Grenzzaun anzubringen.

Daraufhin greift die israelische Luftwaffe am Mittwochmorgen Ziele im Norden des Gaza-Streifens an. Am Strand von Beit Lahija wird ein Palästinenser getötet, drei andere werden verletzt.

Die Patrouille musste aus Sicherheitsgründen in absoluter Dunkelheit erfolgen. Deshalb setzten wir eine Nightvision-Kamera ein. Der obige Clip ist deshalb in schwarz-weiß.

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