Sigmar Gabriel | Bildquelle: dpa

USA-Reise Gabriel mahnt Achtung der Werte

Stand: 02.02.2017 20:44 Uhr

Außenminister Gabriel geht mit "ausgestreckter Hand" auf die neue US-Regierung zu. Zum Auftakt seiner Reise bekannte er sich zur "transatlantischen Partnerschaft", mahnte jedoch, gemeinsame Werte zu achten. Geplant ist ein Treffen mit Amtskollegen Tillerson.

Trotz aller Differenzen mit US-Präsident Donald Trump hat Bundesaußenminister Sigmar Gabriel in Washington für eine starke transatlantische Partnerschaft geworben. In politischer und kultureller Hinsicht stehe keine Region der Welt Deutschland und Europa so nahe, wie die USA. "Deswegen wollen wir mit ausgestreckter Hand auf die USA zugehen", sagte er zu Beginn seiner zweitägigen USA-Reise.

Gabriel mahnte die USA aber auch zur Achtung der gemeinsamen Werte. "Uns verbindet mit den USA ein festes Wertegerüst", sagte er und fügte hinzu: "Aber bei diesen Werten muss es eben auch bleiben, es darf kein Abweichen davon geben." Dazu gehöre Religionsfreiheit ebenso wie der faire Umgang in der Welt miteinander.

Trump wird eine vielfache Verletzung dieser Werte vorgeworfen, etwa durch den pauschalen Einreisestopp für Menschen aus sieben muslimisch geprägten Ländern, seine Drohung mit Strafzöllen für ausländische Waren oder seine billigende Äußerung zur Folter.

Sigmar Gabriel trifft neuen US-Außenminister Tillerson
tagesthemen 22:15 Uhr, 02.02.2017, Sandra Ratzow, ARD Washington

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Station: Unabhängigkeitserklärung

Gabriel traf sich in Washington zunächst mit US-Parlamentariern und besichtigte dann in der Kongressbibliothek eine deutsche Übersetzung der Unabhängigkeitserklärung, in der die allgemeinen Menschenrechte verankert sind. Gabriel wollte das als bewusste Stellungnahme zur aktuellen Situation verstanden wissen - sowohl was die Menschenrechte angeht als auch die starke historische Verbindung zwischen Deutschland und den USA.

Der SPD-Politiker wies darauf hin, dass es im Verhältnis zwischen Deutschland und den USA häufiger zu Unstimmigkeiten, sogar zu echten Konflikten gekommen sei. Deutschland gehe selbstbewusst in den Dialog mit dem großen Partner. "Wir sind ein Land und ein Kontinent von großer wirtschaftlicher Stärke", sagte Gabriel. "Wir haben nichts zu verbergen, wir sind selbstbewusst, wir haben etwas anzubieten, auch für die transatlantische Partnerschaft."

Treffen mit Trump nicht vorgesehen

Gabriel trifft zunächst mit Vizepräsident Mike Pence und dann mit Außenminister Tillerson zusammen. Tillerson, der früher Manager eines Öl-Konzerns war, war erst am Mittwochabend als US-Außenminister vereidigt worden. Gabriel ist sein zweiter ausländischer Gast im neuen Amt. Als ersten Besucher wollte Tillerson König Abdullah von Jordanien empfangen.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 02. Februar 2017 um 22:15 Uhr.

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