Bundeskanzlerin Angela Merkel lässt sich in Berlin mit Flüchtlingen fotografieren | Bildquelle: REUTERS

Vergabe des Friedensnobelpreises Merkel unter den Favoriten

Stand: 09.10.2015 09:54 Uhr

Das Nobelpreiskomitee verkündet heute, wer den Friedensnobelpreis erhält. Zu den Favoriten zählt Bundeskanzlerin Merkel, aber auch das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR und der eritreische Priester und Flüchtlingshelfer Mussie Zerai.

Bislang drangen noch keine Informationen aus Oslo an die Öffentlichkeit, doch wird spekuliert, dass der starke Andrang von Flüchtlingen aus den Krisengebieten der Erde in Europa eine Rolle bei der Vergabe spielen könnte. Bundeskanzlerin Angela Merkel wird deshalb vor der Bekanntgabe um elf Uhr zum Favoritenkreis gezählt. Die 61-Jährige wurde im September zum Gesicht eines offenen Europas, das Migranten aus Konfliktgebieten wie Syrien Zuflucht bieten möchte. Sie wurde vor dem Ablauf der Nominierungsfrist ursprünglich wegen ihres Versuches für den Preis vorgeschlagen, bei einem Frieden zwischen Russland und der Ukraine zu vermitteln.

Als aussichtsreichste Anwärter gelten jedoch das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR und der eritreische Priester und Flüchtlingshelfer Mussie Zerai. Er hilft bei der Koordinierung der Rettungseinsätze der italienischen und maltesischen Küstenwachen. Nominiert wurde er für seine Rolle bei der Rettung verzweifelter Menschen auf dem Weg von Afrika nach Europa.

Franziskus, ein saudischer Blogger oder John Kerry?

Laut Geir Lundestad, dem Ex-Sekretär des norwegischen Friedensnobelpreiskomitees, hat der Ausschuss von jeher eine Abneigung dagegen, die Auszeichnung einem Papst zu verleihen. Der Name Franziskus taucht dennoch immer wieder auf der Favoritenliste auf. Das katholische Kirchenoberhaupt wird weltweit für seinen Einsatz für die Armen geschätzt. Auch auf der diplomatischen Bühne erzielte er Fortschritte, etwa durch seine Vermittlung vor der historischen Annäherung zwischen Kuba und den USA. In seiner Umwelt-Enzyklika rief er zudem zum Kampf gegen den Klimawandel auf.

Der saudische Blogger Raif Badawi, der für seinen Aktivismus schon öffentlich ausgepeitscht wurde, könnte ebenso von dem Komitee mit dem Preis bedacht werden wie die kremlkritische russische Zeitung "Nowaja Gaseta".

Und dann wären da noch die Chefunterhändler des Atomabkommens mit dem Iran, US-Außenminister John Kerry und sein iranischer Amtskollege Mohammed Dschawad Sarif. Experten vermuten allerdings, dass das Komitee in diesem Fall ein Jahr warten könnte, um zu sehen, ob der Atom-Deal auch wirklich umgesetzt wird.

Kanzlerin Merkel für Friedensnobelpreis nominiert
tagesschau24 09:15 Uhr, 09.10.2015

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Darstellung: