Ein Mitglied der Jugendorganisation des "Front National" hängt ein Plakat für die rechtsextreme Kandidatin Le Pen auf | Bildquelle: REUTERS

Vor Wahl in Frankreich Mit "Frexit" in den Wahlkampf

Stand: 04.02.2017 20:57 Uhr

In Lyon werben zweieinhalb Monate vor der französischen Präsidentenwahl zwei Kandidaten um Wählerstimmen: Die rechtsextreme Front-National-Chefin Le Pen, die auf den "Frexit" setzt, und der unabhängige Pro-Europäer Macron, der den Kampf gegen den Terror verstärken will.

Die französischen Rechtspopulisten sind mit einer großen Parteiversammlung in den Wahlkampf gestartet. Zum Auftakt des zweitägigen Treffens in Lyon wurde das Wahlprogramm der Vorsitzenden des Front National (FN) und seiner Präsidentschaftskandidatin, Marine Le Pen, vorgestellt. Es sieht unter anderem eine drastische Beschränkung der Einwanderung, protektionistische Maßnahmen für die französische Wirtschaft sowie ein Referendum über einen Austritt Frankreichs aus der EU ("Frexit") vor. Diesen hatte Le Pen bereits zuvor angekündigt.

Wahlkampfleiter David Rachline sprach bei der Kundgebung von "144 Zusagen, um Frankreich wieder in Ordnung zu bringen". Dazu zählt der Front National etwa eine massive Verstärkung der Sicherheitskräfte, einen Austritt aus dem reisefreien Schengen-Raum und die Wiedereinführung einer französischen Währung.

Kaum Chancen in den Stichwahl

Le Pen selbst wird am Sonntagnachmittag eine Rede halten. Umfragen sehen die Tochter von FN-Gründer Jean-Marie Le Pen derzeit bei der ersten Runde der Präsidentschaftswahl am 23. April mit rund 25 Prozent auf dem ersten Platz. Es gilt aber als unwahrscheinlich, dass sie die Stichwahl am 7. Mai gewinnen kann: Umfragen zufolge würde sie dort sowohl dem unabhängigen Präsidentschaftskandidaten Emmanuel Macron als auch dem Konservativen François Fillon klar unterliegen. Allerdings ist Fillon durch einen Scheinbeschäftigungsskandal um seine Frau unter massiven Druck geraten und befindet sich in Umfragen in freiem Fall.

Mathias Werth, ARD Paris, zzt. Lyon, zum Wahlkampfauftakt in Frankreich
tagesschau24 10:00 Uhr, 05.02.2017

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Macron will Anti-Terrorkampf stärken

Der Pro-Europäer Macron, der unter dem sozialistischen Staatschef François Hollande zwei Jahre lang Wirtschaftsminister war, hielt am Nachmittag ebenfalls eine große Wahlkampfveranstaltung in Lyon ab. Der 39-jährige sozialliberale Reformer präsentiert sich als frische Alternative zu den Vertretern der großen Parteien und ist für viele Franzosen ein Hoffnungsträger geworden.

Wahlkampfauftakt von Emmanuel Macron in Frankreich
tagesschau24 10:00 Uhr, 05.02.2017, Ellis Fröder, ARD Paris

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Sollte er die Wahl gewinnen, wolle er sich für einen verstärkten Kampf gegen den Terrorismus einsetzen, versprach Macron. Dafür sollten unter seiner Präsidentschaft rund zusätzliche 10.000 Polizisten und Gendarmen bis zum Jahr 2022 eingestellt werden. Zudem wolle er das Verteidigungsbudget von 1,8 auf zwei Prozent der Wirtschaftsleistung Frankreichs hochstufen. Außerdem setzte Macron auf eine noch intensivere Zusammenarbeit innerhalb Europas, um gegen den Terror vorzugehen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 04. Februar 2017 um 13:40 Uhr.

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