Die Präsidenten von Mali und Frankreich, Ibrahim Boubacar Keita und Emmanuel Macron, bei einem Gespräch in Bamako | Bildquelle: REUTERS

Gipfel in Mali Neue Anti-Terror-Truppe in Westafrika

Stand: 02.07.2017 23:24 Uhr

Fünf westafrikanische Staaten wollen eine gemeinsame Anti-Terror-Einheit aufstellen. Zum Gründungsgipfel in Mali war auch der französische Präsident Macron gekommen - er versprach militärische Ausrüstung für mehrere Millionen Euro.

Mali und vier weitere westafrikanische Staaten haben die Gründung einer gemeinsamen Anti-Terror-Einheit besiegelt. Malis Staatschef Ibrahim Boubacar Keita empfing dazu die Präsidenten des Tschad, von Mauretanien, Burkina Faso und dem Niger in der Hauptstadt Bamako.

An dem Treffen nahm auch der französische Staatschef Emmanuel Macron teil. Er versprach militärische Ausrüstung im Wert von rund acht Millionen Euro - unter anderem für 70 Fahrzeuge und Kommunikationsausrüstung.

Die Terroristen, Verbrecher und Attentäter in der Region müssten ausgerottet werden, sagte der französische Präsident. Die westafrikanischen Länder müssten ihre Rollen und Beiträge klar machen, um mehr Unterstützung von anderen Staaten zu erhalten. "Wir können uns nicht hinter Worten verstecken, wir müssen zur Tat schreiten", sagte Macron.

Rückendeckung von den UN

Die westafrikanischen Staaten sagten jeweils zehn Millionen Euro für den Aufbau der multinationalen Anti-Terror-Truppe zu, die im September einsatzbereit sein soll. Die EU will 50 Millionen Euro beisteuern.

Die neue Anti-Terror-Truppe wird neben der Friedensmission der Vereinten Nationen in Mali mit 12.000 Soldaten sowie französischen Soldaten aktiv sein. Der UN-Sicherheitsrat hatte im Juni einstimmig den Einsatz der neuen Truppe befürwortet.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 02. Juli 2017 um 16:00 Uhr.

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