Der französische Ex-Bildungsminister Peillon | Bildquelle: AFP

Präsidentschaftskandidatur in Frankreich Peillon wirft Hut in den Ring

Stand: 12.12.2016 02:48 Uhr

Die Riege der linken Präsidentschaftskandidaten in Frankreich wird um einen Bewerber reicher: Ex-Bildungsminister Peillon will ebenfalls antreten. Anfang Dezember hatte Präsident Hollande bekannt gegeben, nicht noch einmal für das Amt zu kandidieren.

Bei der Vorwahl ihres Kandidaten für die Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr können sich die Anhänger der französischen Sozialisten nun für einen weiteren Bewerber entscheiden. Auch der frühere Bildungsminister Vincent Peillon will für das Amt des Staatschefs kandidieren.

Das gab der 56-Jährige im Fernsehsender "France 2" bekannt. Er wolle das linke Lager unter sich "einen", so Peillon. Als Begründung für seinen Antritt nannte er die Entscheidung des derzeitigen Präsidenten François Hollande, nicht noch einmal für das Amt antreten zu wollen. Das hatte Hollande Anfang des Monats angekündigt. Umfragen zufolge wäre er bei einer Kandidatur im Frühjahr 2017 auf weniger als zehn Prozent der Stimmen gekommen und damit schon in der ersten Wahlrunde ausgeschieden.

Viele Kandidaten eines zersplitterten Lagers

Peillon reiht sich damit in die Kandidatenliste, zu der auch schon Ex-Wirtschaftsminister Arnaud Montebourg, Linkspartei-Mitbegründer Jean-Luc Mélenchon, der sozialliberale Ex-Wirtschaftsminister Emmanuel Macron und Manuel Valls zählen. Valls hatte seine Position als Premierminister aufgegeben, um in den Kampf um das Präsidentenamt einsteigen zu können.

Trotz der Vielzahl an Kandidaten werden den Sozialisten bei den Präsidentschaftswahlen kaum Chancen eingeräumt. In Umfragen liegen die Konservativen mit François Fillon und die Front-National-Chefin Marine Le Pen vorn.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 12. Dezember 2016 um 01:00 Uhr in den Nachrichten.

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