Zwei Paar Hände halten eine Wählerkarte und ein Portmonnaie | Bildquelle: dpa

Konservative suchen Präsidentschaftskandidaten Viele Franzosen beteiligen sich an Vorwahl

Stand: 20.11.2016 19:58 Uhr

Der Ansturm auf die Wahllokale war hoch: Bis zum Nachmittag hatten bereits mehr als 2,5 Million Franzosen ihre Stimme abgegeben, um den konservativen Präsidentschaftskandidaten zu bestimmen. Hoffnungen können sich vor allem drei der insgesamt sieben Kandidaten machen.

Marcel Wagner, ARD-Studio Paris

Sechs Kandidaten und eine Kandidatin stehen zur Wahl. Und letztere ging gleich mit gutem Beispiel voran: Nathalie Kosciusko-Morizet, ehemals Ministerin, erschien bereits am frühen Morgen in ihrem Wahlbüro und gab als erste Bewerberin um die Präsidentschaftskandidatur im konservativen Lager ihre Stimme ab. Bereits am Mittag waren auch ihre sechs männlichen Mitbewerber diesem Beispiel gefolgt und offenbar auch viele Wählerinnen und Wähler, wie Thierry Solère, Cheforganisator der Vorwahl, nach ersten Auswertungen am Mittag überaus zufrieden schätzte.

"Ich glaube, die Franzosen haben verstanden, um was es bei dieser Vorwahl geht. Sie wählen den Endkandidaten für die Präsidentenwahl und damit vielleicht sogar schon den nächsten Präsidenten. Ich glaube, deshalb machen heute sehr viele mit. ", sagte Solère. Bis zum Nachmittag hatten bereits mehr als 2,5 Franzosen ihre Stimmen abgegeben.

Vorwahl französischer Konservativer
tagesschau 20:00 Uhr, 20.11.2016, Ellis Fröder, ARD Paris

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Probleme mit Wählerverzeichnissen

Diese überaus hohe Wahlbeteiligung sorgte allerdings auch vielerorts für Probleme. Im Fernsehen waren vor vielen Wahllokalen lange Schlangen zu sehen. Noch gravierender: In den sozialen Netzwerken berichteten viele Wähler, dass es massive Probleme mit den Wählerverzeichnissen gegeben habe. Eigentlich darf jeder Franzose, der zwei Euro bezahlt, ins Wahlregister eingetragen ist und unterschreibt, konservative Ansichten zu teilen, bei der Vorwahl mitstimmen. Viele Wähler befanden sich aber offenbar gar nicht auf diesen Listen, was für Unmut sorgte. "Ich bin wirklich überrascht, wie das organisiert ist. Das ist bedauernswert", sagte etwa ein Wähler in Boulogne.

Ex-Präsident Sarkozy tritt aus der Wahlkabine | Bildquelle: dpa
galerie

Ex-Präsident Sarkozy - einer der konservativen Bewerber - wirkte bei der Stimmenabgabe noch recht gelassen.

Die beiden Top-Favoriten gingen mit diesen Tücken sehr unterschiedlich um. Während Alain Juppé, ehemaliger Premierminister und Bürgermeister von Bordeaux, eine Dreiviertelstunde in der Schlange vor seinem Wahllokal wartete, nahm Ex-Präsident Nicolas Sarkozy, nicht unbedingt für seine Geduld berühmt, als einziger der Kandidaten die Abkürzung an der Schlange vorbei. "Ich bin vor allem sehr gespannt. Ich werde heute noch eine Stunde laufen gehen, wie jeden Tag. Dann werde ich in Ruhe die Ergebnisse abwarten. Und dann, je nachdem, wie sie ausfallen, werde ich mit deutlich weniger Ruhe die nächste Woche angehen", sagte Sarkozy.

Es läuft auf Stichwahl hinaus

Denn wer wirklich als Kandidat für die Konservativen ins Rennen geht, entscheidet sich wohl erst nach der Stichwahl zwischen den beiden besten Kandidaten am kommenden Sonntag. Und auf die könnte sich nach den letzten Umfragen neben Alain Juppé und Nicolas Sarkozy auch noch Ex-Premier François Fillon leise Hoffnungen machen. Ob die sich erfüllen, wird sich wohl erst gegen Mitternacht abzeichnen, dann soll es erste Ergebnisse geben.

Frankreich: Vorwahl der Konservativen mit hoher Beteiligung
M. Wagner, ARD Paris
20.11.2016 18:01 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 20. November 2016 um 20:00 Uhr.

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