Karte: Russland

Passagiermaschine aus Dubai 61 Tote bei Flugzeugabsturz in Russland

Stand: 19.03.2016 03:56 Uhr

Im Süden Russlands ist eine Passagiermaschine aus Dubai abgestürzt und ausgebrannt. Alle 61 Insassen kamen ums Leben. Wie es zu dem Unglück kam, ist noch unklar. Möglicherweise spielten schlechte Wetterbedingungen eine Rolle.

Bei einem Flugzeugabsturz im Süden Russlands sind nach Behördenangaben alle 61 Insassen ums Leben gekommen. Die Boeing 737 aus Dubai stürzte in der Nacht beim zweiten Landeanflug auf dem Flughafen von Rostow am Don ab und ging in Flammen auf.

In der Region etwa 1000 Kilometer südlich von Moskau herrschte zu der Zeit stürmisches Wetter mit Regen und schlechter Sicht. An Bord der Maschine der Gesellschaft FlyDubai den Angaben nach 55 Passagiere und 6 Besatzungsmitglieder.

Die wichtigste Ermittlungsbehörde Russlands, das sogenannte Untersuchungskomitee, geht nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Tass davon aus, dass das Flugzeug beim Landeversuch auf den Boden geschlagen und daraufhin auseinandergebrochen sei. Wie es dazu kommen konnte, war nicht bekannt. "Das Flugzeug konnte unter schwierigen Bedingungen nicht sofort landen und drehte eine Schleife. Beim zweiten Anflug kam es zu dem Absturz", sagte ein Vertreter der Sicherheitsbehörden.

Vor allem russische Touristen an Bord

FlyDubai ist eine Billigfluglinie mit Sitz im Golfemirat Dubai. Die Airline bestätigte den Absturz des Fluges FZ981 und die Opferzahlen. "Wir tun alles, was wir können, um Informationen so schnell wie möglich zusammenzutragen", teilte das Unternehmen mit.

Medienberichten zufolge handelte es sich bei den meisten Menschen an Bord um russische Touristen, aber auch einige Fluggäste aus dem Ausland. Der Flughafen von Rostow wurde wegen der Bergungsarbeiten geschlossen.

Am 31. Oktober 2015 war ein russischer Urlaubsflieger über der ägyptischen Sinai-Halbinsel explodiert. Alle 224 Menschen an Bord starben. Das Unglück wurde nach Angaben von Ermittlern von einer Bombe ausgelöst, die sich in dem Flugzeug befunden hatte.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 19. März 2016 um 10:00 Uhr.

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