Eine Frau trinkt aus einer Wasserflasche | Bildquelle: dpa

Vorstoß von Verkehrskommissarin Bulc EU-Kommission will Ein-Euro-Wasser an Flughäfen

Stand: 27.12.2015 10:30 Uhr

Durst ist teuer an Flughäfen. Vor allem nach dem Sicherheitscheck kostet Wasser ein Vielfaches mehr als im Supermarkt. Die EU-Kommission will das Wasserproblem jetzt lösen - mit Ein-Euro-Wasser für Flugpassagiere. Doch noch machen nicht alle EU-Flughäfen mit.

Die EU-Kommission hat die europäischen Flughafenbetreiber aufgerufen, Wasser für Reisende nach den Sicherheitskontrollen möglichst günstig anzubieten. "Wir sind in intensiven Gesprächen mit der Flughafenvereinigung darüber, wie man es ändern kann, dass Wasser nach der Sicherheitskontrolle für Passagiere erheblich teurer ist als davor", sagte die zuständige EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc der "Welt am Sonntag".

Zudem lassen sich immer mehr Airlines Getränke während des Fluges bezahlen. Mitgebrachte Getränke dürfen aber aus Sicherheitsgründen nicht mit ins Flugzeug genommen werden. Durst am Flughafen ist daher teuer, dabei raten Mediziner an Bord von Flugzeugen viel zu trinken - zum Beispiel auf Langstreckenflügen als Vorbeugung gegen gefährliche Thrombosen.

Check-In-Schalter am Flughafen in Frankfurt | Bildquelle: Reuters
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Jetzt besser nicht durstig sein: An Flughäfen ist Wasser ein teurer Spaß. Die EU-Kommission will das ändern.

Alle EU-Airports sollen mitmachen

Nach Angaben von Bulc haben sich mittlerweile 126 Flughäfen in Europa, die 50 Prozent des Fluggastaufkommens bewältigen, bereit erklärt, Wasserflaschen für einen Euro direkt nach dem Sicherheits-Check anzubieten. "Das reicht allerdings noch nicht aus. Unser Ziel ist, dass das möglichst alle Flughäfen so machen. Alle Flughäfen in Europa sollten das Ein-Euro-Wasser anbieten", meinte die slowenische Politikerin.

Brüssel gehört hier zu den Vorreitern. Auf dem Heimatflughafen der EU-Kommission gibt es seit Sommer hinter der Sicherheitskontrolle einen halben Liter Wasser für einen Euro. Auch deutsche Flughäfen, wie in Frankfurt und München, bieten günstiges Wasser an.

Die EU-Kommission hofft auf die Kraft ihrer Überzeugungsarbeit und will die Flughäfenbetreiber zu freiwilligen Billig-Wasser-Angeboten bringen. Auf gesetzliche Regelungen soll erstmal verzichtet werden.

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