Eine Syrerin kocht in einem Flüchtlingslager in der libanesischen Bekaa-Ebene Essen für ihre Familie. (Juli 2016) | Bildquelle: AP

Regierung fördert Jobs nahe Syrien Hoffnung geben, weitere Flucht verhindern

Stand: 01.10.2016 10:49 Uhr

Wohnungen renovieren, Bäume pflanzen, Straßen reparieren: Die Bundesregierung schafft in Syriens Nachbarstaaten Jobs für Flüchtlinge. Bisher konnten 34.000 Menschen versorgt werden, sagte Entwicklungsminister Müller. So soll auch Flucht nach Europa verhindert werden.

Die Bundesregierung hat nach eigenen Angaben bislang knapp 34.000 Beschäftigungsmöglichkeiten in den Nachbarländern Syriens geschaffen. Wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf das Entwicklungsministerium berichteten, entstanden die Jobs in der Türkei, im Libanon, im Irak sowie in Jordanien. Bis zum Jahresende sollen es demnach insgesamt 50.000 Arbeitsplätze sein.

"Unsere Beschäftigungsoffensive Nahost wirkt", sagte Entwicklungsminister Gerd Müller den Zeitungen. Mit insgesamt zehn Projekten wolle Deutschland den Menschen ein Stück Hoffnung und Bleibeperspektiven geben, fügte er hinzu. "Ihre Kinder können zur Schule gehen, sie können für sich und ihre Familien den Lebensunterhalt verdienen oder sich eine eigene Bleibe bauen."

Budget von 200 Millionen Euro

Die Arbeitsstellen im Rahmen des "Cash for Work"-Programms umfassen einfache Tätigkeiten, wie etwa das Anlegen von Abwasserkanälen, das Anpflanzen von Bäumen oder die Abfallentsorgung in Flüchtlingscamps. Im Irak bauen Arbeiter etwa Spiel- und Sportplätze und reparieren Straßen, im Libanon werden Wohnungen renoviert. In der Türkei sollen mit dem Programm den Angaben zufolge mehrere Tausend Jobs für Friseure und Tischler entstehen. Das Programm hat ein Budget von 200 Millionen Euro.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 01. Oktober 2016 um 09:00 Uhr.

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