Rettungskräfte bergen die Leichen ertrunkener Flüchtlinge | Bildquelle: AFP

Vier Bootsunglücke seit Dienstag Hunderte Flüchtlinge im Mittelmeer ertrunken

Stand: 17.11.2016 13:49 Uhr

Bei insgesamt vier Schiffsunglücken auf dem Mittelmeer sind seit Dienstag offenbar Hunderte Flüchtlinge ertrunken. 340 Menschen seien ums Leben gekommen, teilte ein IOM-Sprecher mit. Damit steige die Zahl der Opfer in diesem Jahr auf mehr als 4500.

In den vergangenen Tagen sind offenbar erneut Hunderte Flüchtlinge im Mittelmeer ertrunken. Das teilte die Internationalen Organisation für Migration (IOM) mit. Insgesamt habe es seit Dienstag vier Schiffsunglücke gegeben, dabei seien 340 Migranten ums Leben gekommen oder würden noch vermisst, sagte IOM-Sprecher Flavio Di Giacomo.

Allein etwa 100 Menschen starben demnach in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag. Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen habe 27 Menschen von dem verunglückten Schiff retten können, auf dem insgesamt 130 Menschen von Libyen aus unterwegs waren. "Diese Tragödie ist einfach unerträglich", schrieb Ärzte ohne Grenzen auf Twitter.

Insgesamt ertranken 4500 Menschen

Damit steige die Zahl der in diesem Jahr ertrunkenen und verschwundenen Menschen auf dem Mittelmeer auf mehr als 4500. So viele Todesopfer hatte es bislang noch nie innerhalb eines Jahres gegeben. Di Giacomo macht dafür Schlepper verantwortlich, die trotz des schlechter werdenden Wetters noch immer Richtung Europa in See stechen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 17. November 2016 um 17:00 Uhr.

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