Angehörige vor der Schule in Parkland | Bildquelle: AP

Parkland in Florida 17 Tote nach Schüssen an US-Schule

Stand: 15.02.2018 01:23 Uhr

An einer Schule im US-Bundesstaat Florida sind mindestens 17 Menschen durch Schüsse getötet worden. Das bestätigte der Sheriff des Bezirks. Der Schütze wurde festgenommen, er soll ein ehemaliger Schüler sein.

Bei Schüssen an einer Schule in Parkland im US-Bundesstaat Florida hat es mindestens 17 Todesopfer gegeben. Das teilte der zuständige Sheriff von Broward County, Scott Israel, mit.

Schüler verlassen die Marjory Stoneman Douglas High School in Parkland, Florida | Bildquelle: AP
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Mehrere Schüler verlassen das Schulgebäude

Der mutmaßliche Täter befindet sich laut Israel in Polizeigewahrsam. Es handele sich um einen 19-jährigen, ehemaligen Schüler, der aus disziplinarischen Gründen der Highschool verwiesen wurde, so der Sheriff. Der Verdächtige sei außerhalb der Schule in einer nahegelegenen Gemeinde aufgefunden und festgenommen worden.

Angesehene Schule

Augenzeugen berichteten, im Schulgebäude der Highschool sei "eine Menge Blut" zu sehen gewesen. Am Rande des weiträumig abgesperrten Areals warteten Eltern voller Sorge auf ihre Kinder. Die Schule wird von Schülern der Jahrgänge neun bis zwölf besucht, sie gilt als angesehen.

An der Schule spielten sich nach den Schüssen entsetzliche Szenen ab. Fernsehbilder zeigten, wie Rettungskräfte Verletzte auf Tragen zu Krankenwagen transportierten. "Es ist chaotisch", schrieb Sheriff Israel auf Twitter. Nach seinen Angaben wurden 13 Menschen im Schulgebäude und zwei weitere auf der Straße vor dem Gebäude erschossen. Zwei weitere Menschen seien im Krankenhaus ihren Schussverletzungen erlegen.

Rettungskräfte in Parkland, Florida | Bildquelle: dpa
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Rettungskräfte in der Nähe der Highschool

Der Täter habe große Mengen Munition bei sich gehabt. Nach Medienberichten benutzte er eine halbautomatische Waffe des Typs AR-15 - oder einen Nachbau dieses Modells. Diese Waffe wurde auch bei anderen Aufsehen erregenden Bluttaten benutzt, etwa im vergangenen Jahr in Las Vegas, als bei einem Massaker 59 Menschen starben.

Erst vor wenigen Wochen Schüler getötet

US-Präsident Donald Trump ließ sich nach Angaben des Weißen Hauses über die Lage in Florida unterrichten. "Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Betroffenen", hieß es in einer Stellungnahme.

Erst vor drei Wochen waren in Kentucky zwei Schüler durch Schüsse ums Leben gekommen. Regierung und Kongress haben Forderungen nach einer Verschärfung von Waffengesetzen bisher stets eine Absage erteilt.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 14. Februar 2018 um 21:45 Uhr.

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