Facebook zukünftig mit neuen Like-Buttons | Bildquelle: AFP

Neue Emojis Facebook lässt Gefühle zu

Stand: 28.01.2016 12:26 Uhr

Er ist das Facebook-Symbolbild schlechthin: der hochgestreckte Daumen. Doch für viele Nutzer fühlt es sich falsch an, alle Meldungen "mögen" zu müssen. Damit ist bald Schluss. Künftig kann man auch wütend oder traurig sein.

Seit Jahren fordern Facebook-User Alternativen zum hochgestreckten Daumen als einzige Ausdrucksmöglichkeit bei unterschiedlichsten Postings. Auch Negativ-Meldungen, sogar Todesnachrichten, mit einem "Gefällt Mir" zu bedenken fühlt sich für viele komplett falsch an. Zwar wird es auch jetzt nicht den vieldiskutierten "Dislike-Button" geben, aber das soziale Netzwerk erweitert die Kommentierungsmöglichkeiten um fünf Emojis. Künftig können User zumindest symbolisch unter anderem wütend oder traurig sein.

Karierren auf Likes aufgebaut

User können bald auch Reaktions-Buttons anklicken, die für "wütend", "traurig", "wow", "haha" und "Liebe" stehen. Man kann mit einem Klick angeben, wie man sich fühlt. Das wirkt auf den ersten Blick wie ein niedliches Zusatzangebot. Doch dass Facebook an dem Alleinstellungsmerkmal des Gefällt-mir-Buttons rüttelt, ist einschneidend.

Nicht zuletzt werden Karrieren auf der Anzahl von Likes aufgebaut. Daran messen Unternehmen die Beliebtheit ihrer Marke, selbst für Privatmenschen sind Likes wichtige Rückmeldungen für einen Post.

Noch mehr verwertbare Daten

Verschwinden soll der Gefällt-mir-Button nicht, die Smileys werden als Ergänzung angeboten. Mit Blick auf die Debatten der vergangenen Jahre ist die Möglichkeit Artikel, Videos und Bilder künftig differenzierter zu bewerten, für viele User wohl eine Verbesserung. In Chile, Portugal, Irland, Spanien, Japan, Kolumbien und den Philippinen wurde die Funktion bereits getestet.

Doch auch Mark Zuckerberg wird sich bei so vielen Anstrengungen wohl einen Vorteil aus der Einführung der Zusatzfunktionen ausgemalt haben. Einerseits die Forderunger der User zu erfüllen, andererseits sind die differenzierten Daten über Gefühlsäußerungen möglicherweise noch verwertbarere Informationen als Facebook sie ohnehin schon sammelt.

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