Symbolbild Facebook | Bildquelle: REUTERS

Treffen mit Merkel in New York Zuckerberg will gegen Hassparolen vorgehen

Stand: 26.09.2015 22:37 Uhr

Kürzlich hat Justizminister Maas bereits eine Task-Force mit sozialen Netzwerken gegen Hassparolen im Netz vereinbart. Nun sagte Facebook-Chef Zuckerberg bei einem Treffen mit Kanzlerin Merkel zu, sich zu kümmern: "Ich denke, wir müssen daran arbeiten."

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hat Bundeskanzlerin Angela Merkel zugesichert, dass sich sein Unternehmen um eine schärfere Kontrolle rassistischer Kommentare im Internet kümmern werde.

Bei einem Treffen am Rande des UN-Nachhaltigkeitsgipfels in New York sprach Merkel Zuckerberg auf das Problem von Hassmails und rassischer Hetze an. Zuckerberg zeigte sich informiert. "Ich denke, daran müssen wir arbeiten", sagte er. Merkel fragte, ob sein Unternehmen an Verbesserungen arbeite. Zuckerberg sagte: "Ja."

Merkel und Zuckerberg beim UN-Nachhaltigkeitsgipfel | Bildquelle: dpa
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Merkel sprach Zuckerberg auf die Hasskommentare bei Facebook an.

Mitte September hatte sich Justizminister Heiko Maas mit Facebook-Vertretern in Berlin getroffen. Anlass waren menschenverachtende und rechtsradikale Parolen gegen Flüchtlinge, die Nutzer bei Facebook veröffentlicht hatten. Maas zeigte sich irritiert darüber, dass zwar Inhalte wie freizügige Fotos unverzüglich gelöscht, rassistische oder fremdenfeindliche Äußerungen aber auch nach Nutzerhinweisen nicht sofort entfernt würden.

Als Ziel wurde damals festgelegt, möglichst bis Ende des Jahres Maßnahmen zu organisieren, mit denen strafbare Aussagen schneller identifiziert und aus dem Netz entfernt werden. Facebook hatte die Beteiligung an einer Task-Force vor dem Treffen mit Maas angeboten und einen Maßnahmen-Katalog angekündigt.

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