Sicherheitskräfte begleiten die Flüchtlinge, die in den Tunnel eingedrungen waren.  | Bildquelle: AFP

Mehr als 100 Schutzsuchende eingedrungen Flüchtlinge legen Eurotunnel lahm

Stand: 03.10.2015 10:59 Uhr

113 Flüchtlinge haben dafür gesorgt, dass der Bahnverkehr zwischen Frankreich und Großbritannien am Morgen stillstand. Sie drangen kurz nach Mitternacht in den Eurotunnel ein. Nun sollen die Züge nach und nach wieder fahren.

Nach dem Eindringen von mehr als 100 Flüchtlingen in den Eurotunnel zwischen Frankreich und Großbritannien ist der Bahnverkehr am Morgen vorübergehend eingestellt worden. 113 Menschen seien kurz nach Mitternacht auf der französischen Seite bei Calais in den Tunnel eingedrungen, teilte der Betreiber mit. Erst gegen acht Uhr fuhr von Großbritannien aus wieder der erste Zug in den Tunnel ein. Die Polizei und andere Sicherheitskräfte waren im Einsatz.

Behördenangaben zufolge liefen die Flüchtlinge etwa 15 Kilometer durch den rund 50 Kilometer langen Tunnel. Der Feuerwehr zufolge erlitten zehn Menschen, davon sieben Flüchtlinge, leichte Verletzungen. Die Betreibergesellschaft teilte mit, der Verkehr werde nach und nach wieder voll aufgenommen.

Seit Ende Juni mindestens zehn Tote

In der nordfranzösischen Hafenstadt kampieren tausende Flüchtlinge, die meisten von ihnen aus Ostafrika, Syrien und Afghanistan. Sie hoffen, auf Fähren über den Ärmelkanal oder auf Zügen durch den Eurotunnel nach Großbritannien zu gelangen.

Seit Ende Juni kamen dabei mehr als zehn Menschen ums Leben. Zuletzt wurde in der Nacht auf Mittwoch ein Flüchtling nahe dem Eurotunnel von einem Frachtzug überfahren. Vor allem am Gelände um den Tunnel sind die Sicherheitsvorkehrungen massiv verschärft worden.

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