Griechische und Europa-Flagge in Athen | Bildquelle: dpa

Rettungsprogramm läuft aus Ein letztes Geldpolster für Griechenland

Stand: 22.06.2018 03:48 Uhr

Das Ziel ist klar: Griechenland soll ab Ende August wieder eigenständig an Kapitalmärkten überleben können. Dafür haben die Euro-Finanzminister nun unter anderem eine letzte Zahlung von 15 Milliarden Euro beschlossen.

Die Finanzminister der Eurozone haben sich auf die Bedingungen für das Ende des griechischen Rettungsprogramms verständigt. Es gebe eine Einigung, sagten mehrere Vertreter der Eurozone und Diplomaten nach sechs Stunden Verhandlungen in der Nacht in Luxemburg.

Michael Grytz, ARD Luxemburg, zum Griechenland-Beschluss
tagesschau 14:00 Uhr, 22.06.2018

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Abschlusszahlung vereinbart

Vereinbart wurde demnach eine Abschlusszahlung an Athen von 15 Milliarden Euro sowie eine Verschiebung von Kreditrückzahlungen um zehn Jahre, um Griechenland finanziell mehr Luft zu geben.

Ziel ist, dass Griechenland ab Ende August wieder eigenständig an Kapitalmärkten überleben kann. Das dritte griechische Hilfsprogramm endet am 20. August. Es hat ein Gesamtvolumen von 86 Milliarden Euro, ausgezahlt wurden bisher erst 46,9 Milliarden Euro.

Darüber hinaus muss Athen nun mit der Schuldenrückzahlung aus dem zweiten Hilfsprogramm zehn Jahre später beginnen, wie es von Eurozonen-Vertretern weiter hieß. Hier hätte Griechenland bisher im Jahr 2023 die ersten Raten zurücküberweisen müssen, nun erst ab dem Jahr 2033.

Athen begrüßt Einigung

Die griechische Regierung begrüßte die Einigung der Euro-Länder. Die Vereinbarung sei für sein Land "äußerst wichtig", sagte Finanzminister Euklid Tsakalotos.

Nach acht Jahren Reformen und Entbehrungen unter den Reformprogrammen der Gläubiger müssten die Griechen "die Veränderung nun in ihren Taschen spüren".

IWF beteiligt sich nicht mehr

Der Internationale Währungsfonds (IWF) wird sich anders als ursprünglich von der Bundesregierung gefordert nicht mehr finanziell an dem auslaufenden Hilfsprogramm für Griechenland beteiligen. Dies bestätigte IWF-Chefin Christine Lagarde in Luxemburg.Die Zeit für eine Finanzbeteiligung sei "klar abgelaufen", sagte sie vor Journalisten.

Auch in einer Erklärung der Euro-Gruppe hieß es, die IWF-Hilfe könne "nicht mehr aktiviert werden". Der für harte Reformauflagen stehende IWF hatte sich an den ersten beiden Hilfsprogrammen für Griechenland finanziell beteiligt. Der frühere Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hatte bei der Verabschiedung des dritten Hilfspakets im Bundestag im August 2015 gesagt, eine finanzielle Beteiligung des IWF sei "unverzichtbar".

Mehrfach vor dem Staatsbankrott gerettet

Griechenland musste durch die Euro-Partner und den Internationalen Währungsfonds (IWF) seit 2010 mehrfach vor dem Staatsbankrott gerettet werden. Insgesamt bekam der Mittelmeerstaat seitdem fast 274 Milliarden Euro zugesagt.

Im Gegenzug musste Athen schmerzhafte Reformen umsetzen. Inzwischen ist das Land wieder auf Wachstumskurs und weist Haushaltsüberschüsse auf. Die Gesamtverschuldung ist mit fast 178 Prozent aber weiter immens.

Luxemburg/Griechenland: Eurogruppe einigt sich mühsam auf letzte Hilfen
Andreas Meyer-Feist, HR Brüssel
22.06.2018 06:53 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 22. Juni 2018 um 03:40 Uhr.

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