ein Soldat am Strand von Grand-Bassam, Elfenbeinküste | Bildquelle: AFP

Elfenbeinküste wird Ziel von Al Kaida Eine Deutsche bei Terrorangriff getötet

Stand: 14.03.2016 15:34 Uhr

Bei den Angriffen auf drei Strandhotels in der Elfenbeinküste ist auch eine Deutsche getötet worden. Dies bestätigte Außenminister Steinmeier. Insgesamt wurden in dem westafrikanischen Land 15 Zivilisten und drei Sicherheitskräfte von bewaffneten Angreifern getötet.

Bei den Terrorangriffen auf drei Hotels und einen Strand in der westafrikanischen Elfenbeinküste ist auch eine Deutsche um Leben gekommen. Es handelt sich um die Leiterin des Goethe-Instituts in Abidjan, Henrike Grohs. Die 51-Jährige leitete seit Dezember 2013 das dortige Büro. "Wir sind fassungslos, dass Henrike Grohs auf so tragische und grausame Art aus dem Leben gerissen wurde", erklärte der Generalsekretär des Goethe-Instituts, Johannes Ebert, in München.

Zuvor hatte Außenminister Frank-Walter Steinmeier den Tod einer Deutschen bestätigt, ohne nähere Angaben zu machen. Steinmeier verurteilte die Tat "auf das Schärfste". Im Kampf gegen den Terror müsse die internationale Gemeinschaft zusammenhalten.

Anschlag an der Elfenbeinküste
tagesschau24 09:30 Uhr, 14.03.2016, Andreas Bauer, ARD-aktuell

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Auch zwei Polizisten und sechs Attentäter kamen ums Leben

Bei dem Anschlag im Badeort Grand Bassam kamen nach neuesten Angaben 15 Zivilisten und drei Sicherheitskräfte ums Leben. Die französische Regierung bestätigte, dass vier Franzosen unter den Opfern sind. Die ivorischen Behörden korrigierten die Zahl der getöteten Angreifer: Drei "Terroristen" seien bei dem Einsatz der Sicherheitskräfte getötet worden, sagte Innenminister Hamed Bakayoko.

Zeit und Ort des Attentats waren offensichtlich ganz gezielt ausgewählt: In der etwa 40 Kilometer entfernten Wirtschaftsmetropole Abidjan hatte ein Kulturfestival stattgefunden. Etliche Besucher dieser Veranstaltung hatten wohl am Sonntag die Gelegenheit genutzt, noch einen Ausflug an den Strand zu machen.

Grand Bassam | Bildquelle: REUTERS
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Präsident Alassane Ouattara bei seiner Ankunft am Anschlagsort.

Grand Bassam | Bildquelle: REUTERS
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Soldaten versorgen einen verletzten Jungen nach dem Anschlag.

Gab es Sicherheitsmaßnahmen in Grand Bassam?

Die Spezialkräfte der Armee der Elfenbeinküste griffen erst 45 Minuten nach dem Angriff auf die Strandgäste und die drei Hotels ein. "Man muss zugeben, dass es eine Verzögerung beim Eingreifen der Sicherheitskräfte gab", sagte ein Mitglied der Sicherheitskräfte. "Mit einem Hubschraubereinsatz wäre es schneller gegangen." Erst nach Stunden gelang es den Spezialkräften, die Angreifer zu töten.

Unklar ist bisher, ob es Sicherheitsmaßnahmen am Strand von Grand Bassam gab und wenn ja, in welchem Umfang. Grand Bassam ist für viele Einheimische, aber auch für viele Besucher aus dem Westen ein beliebtes Ausflugsziel.

Al Kaida bekennt sich zu Anschlag

Zu dem Attentat bekannte sich die Terrorgruppe Al Kaida im Islamischen Maghreb. Al Kaida-Dschihadisten hatten auch die Anschläge in Mali vergangenen November und in Burkina Faso im Januar verübt.

Der Terrorangriff auf den Badeort an der Elfenbeinküste ist keine wirkliche Überraschung. Al Kaida im Islamischen Maghreb will offensichtlich den Terror immer tiefer nach Westafrika hineintragen. Die Elfenbeinküste ist eng mit Frankreich verbunden. Auch diese intensive Verflechtung beider Staaten dürfte mit ein Motiv für den Angriff gewesen sein.

Mit Informationen von Jens Borchers, ARD-Studio Nordwestafrika

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