Nicolas Sarkozy

Départementswahlen in Frankreich Die erste Runde geht an Sarkozys UMP

Stand: 22.03.2015 21:06 Uhr

Die erste Runde der Départementswahlen in Frankreich hat die konservative UMP von Ex-Präsident Sarkozy gewonnen. Der rechtsextreme Front National wurde zweitstärkste Kraft, schnitt aber schlechter ab als erwartet. Eine Schlappe mussten die Sozialisten hinnehmen.

Die konservative Partei UMP des früheren Präsidenten Nicolas Sarkozy hat die erste Runde der französischen Départementswahlen für sich entschieden. Sie kommt nach einer Hochrechnung des Instituts Ifop auf 29,7 Prozent.

Der rechtsextreme Front National (FN) von Marine Le Pen schnitt mit 26,4 Prozent schlechter ab als zuvor erwartet. Knapp 25 Prozent hatte der FN bei den Europa-Wahlen 2014 erreicht. Die Sozialisten von Präsident François Hollande mussten bei den Bezirkswahlen eine Schlappe hinnehmen. Sie landeten laut der Hochrechnung mit 20,9 Prozent auf Platz drei.

Stichwahl kommenden Sonntag

Trotz der Niederlage seiner Sozialisten freute sich Regierungschef Manuel Valls darüber, "dass die extreme Rechte nicht die erste politische Formation in Frankreich ist". Jetzt hänge alles von der Stichwahl am kommenden Sonntag ab. Umfragen hatten die FN zeitweise als stärkste Partei bei den Départementswahlen gesehen.

Sarkozy feierte seinen Sieg: "Die Franzosen wollen eine klare Veränderung, beginnend mit den Départements." Die Wahl gilt als Stimmungstest für die 2017 angesetzte Präsidentenwahl.

Gewählt wurden die Räte in den 101 Departements, wobei in Paris und in Lyon sowie teils in Übersee keine Wahlen stattfanden. Die Beteiligung lag bei rund 51 Prozent und damit um sechs Punkte höher als vor vier Jahren.

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