Demo in Warschau | Bildquelle: AFP

60 Jahre Römische Verträge Zehntausende für Europa

Stand: 25.03.2017 18:10 Uhr

Zehntausende Menschen sind am 60. Jahrestag der Römischen Verträge für die europäische Idee auf die Straße gegangen. Neben Demonstrationen in Rom, London und Warschau beteiligten sich auch in Berlin etwa 6000 Menschen am "March for Europe".

Tausende Menschen haben während des EU-Sondergipfels für die Europäische Union demonstriert. Allein in Rom gab es zwei Märsche von EU-Unterstützern. Dabei forderten viele einen Neustart der EU. "Europa kann nicht so weiter machen wie bisher. Wir wollen ein Zeichen setzen, dass Europa sich fundamental verändern muss", sagte die deutsche Demonstrantin Marie Naas in der italienischen Hauptstadt.

Demonstranten trugen die Flaggen der EU. Migranten trugen Transparente mit der Aufschrift "Europa für alle".

Mädchen mit aufgemalter Europa-Flagge im Gesicht | Bildquelle: REUTERS
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Anlässlich des 60. Jahrestages der Römischen Verträge demonstrierten Zehntausende Menschen für Europa. Mit dem Vertrag von Rom war 1957 der Grundstein für die Europäische Union gelegt worden.

Rom im Ausnahmezustand

Auch EU-Gegner gingen auf die Straße. Aus Angst vor Ausschreitungen waren zuvor viele Geschäfte geschlossen oder verbarrikadiert worden. Die Polizei beschlagnahmte im Vorfeld unter anderem Gasmasken, Messer, Eisenstangen und Stacheldraht.

Die Römischen Verträge und eine gemeinsame Erklärung
tagesthemen 23:30 Uhr, 25.03.2017, Ellen Trapp, ARD Rom

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5000 Sicherheitskräfte sind im Einsatz und kontrollieren das Stadtzentrum um das Kapitol, wo die Staats- und Regierungschefs aus 27 EU-Ländern das 60. Jubiläum der Römischen Verträge feierten.

Befürchtet wird, dass gewaltbereite Demonstranten Gegenproteste unterwandern könnten. Bisher gab es jedoch laut Polizeiangaben keine Festnahmen.

Demos in London: Für Europa, gegen Brexit

Großbritannien will raus aus der EU. Doch das gilt nicht für alle Briten. Auch in London gingen nach Medienangaben etwa 25.000 Menschen unter dem Motto "Unite for Europe" ("Vereint euch für Europa") auf die Straße. Der Demonstrationszug führte vom Hyde-Park zum britischen Parlament.

"Wir wollen Mitglied im Europäischen Binnenmarkt bleiben. Wir wollen die Vorteile der EU-Mitgliedschaft behalten. Wir wollen garantieren, dass EU-Bürger, die bereits hier sind, ein Bleiberecht bekommen", heißt es auf der Facebookseite der britischen Veranstalter.

Demonstranten mit EU-Flaggen | Bildquelle: dpa
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Wenige Tage vor der angekündigten EU-Austrittserklärung Großbritanniens demonstrierten Tausende in London gegen den Brexit.

6000 Demonstranten in Berlin

Neben Protesten in weiteren europäischen Ländern demonstrierten auch in Berlin rund 6000 Menschen für eine gemeinsame europäische Zukunft. Auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor wurde symbolisch eine "Mauer der Intoleranz und des Fremdenhasses" eingerissen. Veranstalter war die proeuropäische Bewegung "March for Europe".

Menschen vor gestapelten Kartons | Bildquelle: AP
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Bei den Protesten in Berlin durchbrechen Demonstranten symbolisch eine Mauer aus Kartons.

Neben einem Konzert und weiteren Aktionen gab es im Berliner Stadtzentrum einen Flashmob. Die Kundgebungen richten sich gegen nationalistische Abschottung und ein drohendes Scheitern des europäischen Projekts.

Laut Angaben der Veranstalter wollte man den zum Jubiläum in Rom versammelten Staats- und Regierungschefs die Botschaft mit auf den Weg geben: "Das Europäische Projekt soll und muss weitergehen, denn nur gemeinsam können wir die aktuellen Herausforderungen meistern." Mit dem Vertrag von Rom war 1957 der Grundstein für die Europäische Union gelegt worden.

Marsch in Polen: "Ich liebe dich, Europa"

Während Ministerpräsidentin Beata Szydlo beim EU-Gipfel in Rom erst nach Drohungen und ostentativem Zögern die gemeinsame Schlusserklärung unterschrieb, sangen im Stadtzentrum der polnischen Hauptstadt Warschau Tausende Demonstranten die Europahymne "Ode an die Freude" und schwenkten polnische und Europa-Fahnen.

Die Großkundgebung stand unter dem Slogan "Marsch für Europa: Ich liebe dich, Europa!" Dazu aufgerufen hatten das "Komitee zur Verteidigung der Demokratie" (KOD) und andere Nichtregierungsorganisationen, aber auch die regierungskritische Tageszeitung "Gazeta Wyborcza".

Demonstranten mit EU-Flaggen und einer meterlangen polnischen Fahne | Bildquelle: AP
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Menschen in Warschau demonstrierten unter dem Motto "Marsch für Europa: Ich liebe dich, Europa!"

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 25. März 2017 um 15:00 Uhr.

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