Demonstration in Barcelona | Bildquelle: dpa

Großdemo in Barcelona Separatisten für "Katalanische Republik"

Stand: 11.03.2018 21:30 Uhr

"Republik jetzt!" haben in Barcelona 45.000 Menschen auf einer Großdemonstration gefordert. Sie wollen, dass Katalonien möglichst schnell unabhängig von Spanien wird - doch das ist schwierig.

In Barcelona haben erneut Zehntausende Menschen für die Abspaltung Kataloniens von Spanien demonstriert. Zu der Großkundgebung hatte die einflussreiche separatistische Organisation ANC (katalanische Nationalversammlung) aufgerufen. Sie stand unter dem Motto "República, ara!"  (Katalanisch für: "Republik jetzt!)".

Zehntausende demonstrieren in Brüssel für ein unabhängiges Katalonien. | Bildquelle: dpa
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Auch schon in Brüssel demonstrierten Zehntausende am 7. Dezember des vergangenen Jahres für ein unabhängiges Katalonien.

Ruf nach "Katalanischer Republik"

Viele Menschen schwenkten die Flagge der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung. Die örtliche Polizei bezifferte die Teilnehmerzahl auf 45.000. Die ANC fordert, dass sich die drei für die Unabhängigkeit eintretenden Parteien auf die Bildung einer Regionalregierung einigen und so schnell wie möglich eine "Katalanische Republik" gründen.

Die Separatisten hatten bei der Neuwahl im Dezember zum Ärger der Zentralregierung in Madrid wieder eine Mehrheit errungen.

Auf der Flucht oder im Gefängnis

Jedoch gestaltet sich die Regierungsbildung schwierig: Viele Spitzenpolitiker sitzen im Zuge des verbotenen Unabhängigkeitsreferendums vom vergangenen Oktober und einem daraus resultierenden Unabhängigkeitsbeschluss entweder im Gefängnis oder sind ins Ausland geflohen - so auch Ex-Regionalchef Carles Puigdemont. 

Das katalanische Parlament hatte am Freitag die für Montag geplante Sitzung zur Bildung einer neuen Regierung auf einen unbekannten Zeitpunkt verschoben. Ein Richter hatte zuvor den Antrag des Präsidentschaftskandidaten Jordi Sánchez auf vorübergehende Entlassung aus der U-Haft zur Teilnahme an der Sitzung abgelehnt. Der Ex-ANC-Chef sitzt seit mehr als vier Monaten wegen "umstürzlerischen Verhaltens" im Gefängnis. 

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 11. März 2018 um 22:00 Uhr.

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