Seite eines Darknet-Shops, der eine Maschinenpistole verkauft (Archiv) | Bildquelle: dpa

Ermittler in USA und Europa Schlag gegen Darknet-Plattformen

Stand: 20.07.2017 17:17 Uhr

Drogen, Waffen oder gefälschte Ausweispapiere: Im sogenannten Darkweb bedienen illegale Plattformen Kunden oft einfach auf dem Postweg. Nun ist Ermittlern in den USA und Europa der bisher größte Schlag gegen solche Strukturen gelungen.

Behörden in Europa und den USA ist der bisher größte Schlag gegen illegale Geschäfte im sogenannten Darknet gelungen. Das Darknet ist der versteckte teil des Internets, der über normale Suchmaschinen nicht zugänglich ist. Ermittler haben nach Angaben von US-Justizminister Jeff Sessions zwei große Plattformen für den Handel mit Drogen, Hacker-Software, falschen Ausweispapieren und Waffen geschlossen - AlphaBay und Hansa.

Mit AlphaBay sei die größte bekannte Darknet-Vertriebsstruktur ausgehoben worden, sagte Sessions. Die Administratoren seien dingfest gemacht worden. Das Vorgehen der Behörden sei ein klares Signal an die Betreiber und Interessenten, dass sie "entdeckt werden, ihre Organisationen und Netzwerke zerschlagen werden und wir sie verfolgen".

"Eine der größten Ermittlungen"

An den Ermittlungen waren Polizeieinheiten in mehreren Ländern beteiligt, darunter in den USA, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Thailand, Kanada und Litauen. Es handele sich um "eine der größten und ausgefeiltesten Ermittlungen im Bereich Cyber-Crime in der Kriminalgeschichte", sagte Europol-Direktor Rob Wainwright.

Mehr als 200.000 Kunden seien über die Plattformen mit Zehntausenden illegalen Produkten bedient worden, oft einfach auf dem Postweg. Darunter waren harte Drogen wie Heroin.

Über dieses Thema berichteten am 20. Juli 2017 NDR Info um 17:15 Uhr in den Nachrichten und Inforadio um 17:23 Uhr.

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