Anschlag auf dem Justizpalast in Damaskus | Bildquelle: AFP

Krieg in Syrien Dutzende Tote bei Anschlag in Damaskus

Stand: 15.03.2017 13:34 Uhr

Ein Selbstmordattentäter hat im Justizpalast der syrischen Hauptstadt Damaskus mindestens 25 Menschen mit in den Tod gerissen. Das berichteten mehrere syrische Staatsmedien. Erst am Wochenende waren bei Attentaten in Damaskus 75 Menschen getötet worden.

Im Justizpalast der syrischen Hauptstadt Damaskus hat sich ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt und mindestens 25 Menschen getötet. Zahlreiche Menschen seien verletzt worden. Das meldet das syrischen Staatsfernsehen. Auch die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete von einer schweren Explosion im Zentrum der Stadt. Weitere Details sind bislang nicht bekannt. Unklar ist auch, wer für die Tat verantwortlich ist.

Der Justizpalast beherbergt ein islamisches religiöses Tribunal sowie ein Strafgericht. Die Polizei habe noch versucht, den Attentäter am Betreten des Gebäudes in der Nähe der Altstadt zu hindern, sagte ein Justizmitarbeiter in einem Fernsehbericht.

Damaskus wird von der syrischen Regierung kontrolliert. Erst am vergangenen Wochenende waren bei einem Anschlag auf schiitische Pilger in Damaskus mindestens 74 Menschen getötet worden. Die Al-Kaida-nahe Organisation Tahrir-al-Scham-Front beanspruchte die Tat für sich.

Zuvor waren Anschläge in der Hauptstadt selten. Ende Februar hatten Selbstmordattentäter in der zentralsyrischen Stadt Homs nach Angaben von Aktivisten mehr als 40 Menschen mit in den Tod gerissen. Die Angriffe richteten sich gegen Gebäude des Militärgeheimdienstes und der Staatssicherheit. Unter den Opfern war auch der Chef des Militärgeheimdienstes der Stadt. Zu den Anschlägen bekannte sich ebenfalls die Al-Kaida-nahe Organisation.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 15. März 2017 um 14:00 Uhr in den Nachrichten.

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