Kontrollen an der dänisch-deutschen Grenze in Krusaa | Bildquelle: AFP

Grenzkontrollen werden verlängert Dänemark will weiter Pässe sehen

Stand: 13.01.2016 15:45 Uhr

Dänemark will an den deutschen Grenzübergängen weiter Flüchtlinge anhalten. Die stichprobenartigen Kontrollen werden daher bis Anfang Februar verlängert. Trotz der Proteste auf deutscher Seite planen die Dänen noch weitere Maßnahmen.

Reisende müssen an der Grenze zu Dänemark weiterhin ihren Pass bereit halten, denn die Regierung in Kopenhagen hat die umstrittenen Passkontrollen an der Grenze zu Deutschland bis zum 3. Februar verlängert. Zuvor hatte Schweden die Kontrollen an seinen Grenzen, unter anderem zu Dänemark, in der vergangenen Woche um einen Monat verlängert.

Fünf Grenzbeamte gehen an einem Grenzschild mit der Aufschrift "Danmark" vorbei. | Bildquelle: dpa
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An der dänsichen Grenze werden noch mindestens bis zum 3. Februar die Pässe kontrolliert.

"Ohne Grenzkontrollen an der dänisch-deutschen Grenze besteht immer noch ein ernstes Risiko, dass eine sehr große Zahl illegaler Ausländer in Dänemark stranden, wenn ihnen die Einreise nach Schweden untersagt wird", erklärte das dänische Integrationsministerium.

Keine Freude für die Regierung

Die stichprobenartigen Kontrollen hatte die liberale Regierung zunächst für zehn Tage eingeführt. Nun sollen sie noch einmal 20 Tage gelten. "Das ist nichts, das wir mit Freude machen, denn sowohl die schwedische als auch die dänische Grenzkontrolle schränken die freie Beweglichkeit ein, auf die wir in Europa gemeinsam viele Jahre lang hingearbeitet haben", erklärte Støjberg."

"Aber wir müssen als Regierung auf die außergewöhnliche Situation reagieren und das tun, wovon wir meinen, dass es nötig ist, um die öffentliche Ordnung und Sicherheit in Dänemark zu gewährleisten", fügte die Integrationsministerin hinzu.

Bis Montag wurden laut dem dänischen Integrationsministerium rund 28 000 Menschen überprüft. Knapp 200 Menschen stoppte die Polizisten an der Grenze. Insgesamt sind seit Einführung der Grenzkontrollen rund 700 Asylbewerber in Dänemark registriert worden.

Schweden legt zum Jahresbeginn vor

Am 4. Januar hatte Schweden systematische Kontrollen an der Grenze zu Dänemark eingeführt. Verkehrsunternehmen sind seitdem verpflichtet, alle Passagiere in Zügen, Bussen und Fähren aus Dänemark zu überprüfen. Die Maßnahme hatte das Land ergriffen, um die hohe Zahl der Flüchtlinge einzudämmen.

Dänemark reagierte noch am selben Tag mit eigenen Kontrollen an den deutschen Grenzübergängen reagiert. Systematisch überprüft wie an der dänischen Grenze zu Schweden wird dort bislang nicht, auch wenn die Regierung die Mitarbeiter von Verkehrsgesellschaften laut Gesetz zu solchen Kontrollen verpflichten kann.

Deren Einführung drohte Integrationsministerin Inger Støjberg bereits mehrfach an und löste damit im deutsch-dänischen Grenzgebiet große Proteste aus. "Die Grenzkontrolle wird laufend überprüft und nach Bedarf intensiviert", hieß es am Mittwoch.

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