Kellyanne Conway | Bildquelle: dpa

"Couchgate" Conway verteidigt umstrittenes Foto

Stand: 01.03.2017 11:28 Uhr

Respektlos - so empfanden Viele die Haltung von Präsidentenberaterin Conway zuletzt im Oval Office: Ein Foto zeigte sie kniend auf dem Sofa, während Präsident Trump Gäste empfing. Nun erklärte sich die 50-Jährige, die nicht zum ersten Mal für Wirbel sorgte.

Die Bilder dieser Szene hatten in sozialen Netzwerken für einen Sturm der Empörung gesorgt: Die Beraterin des US-Präsidenten, Kellyanne Conway, kniet in einem Kleid mit Schuhen an den Füßen auf dem Sofa im Weißen Haus und fotografiert Amtsinhaber Donald Trump und eine Gruppe afro-amerikanischer Uni-Vertreter mit ihrem Handy. Nun hat sich Trumps schillernde Mitarbeiterin zu dem sogenannten "Couchgate" geäußert.

"Kein Mangel an Respekt"

Sie sei von Pressevertretern darum gebeten worden, ein Foto zu machen, sagte Conway dem US-Sender Fox News. Das Oval Office sei so überfüllt gewesen, dass man kaum habe stehen können. "Ich musste einen besseren Blickwinkel finden", sagte Conway. Das Bild habe sie anschließend verschickt und die ganze Sache sei in wenigen Momenten vorüber gewesen. "Das war bestimmt kein Mangel an Respekt."

Angesichts der Diskussionen in sozialen Netzwerken rief Conway dazu auf, sich mehr auf Dinge von Substanz zu konzentrieren. Auf Twitter wurde der 50-Jährigen vorgeworfen, sich in dem Büro des Präsidenten wie in ihrem Wohnzimmer zu benehmen. Sie zeige null Respekt gegenüber den anwesenden Gästen, dem Weißen Haus und sich selbst. Andere verwiesen jedoch auch darauf, dass sich Ex-Präsident Barack Obama wiederholt mit Füßen auf dem Schreibtisch habe fotografieren lassen und die Frage nach dem Respekt vor dem Amt damals nicht gestellt worden sei.

Conway schon öfter kritisiert

Der "Wall Street Journal"-Kolumnist Bret Stephens schrieb, wenn die Beraterinnen von Trumps Vorgänger Obama sich wie Conway verhalten hätten, hätte dies wohl einen noch viel lauteren Aufschrei ausgelöst. "Wenn [Susan] Rice oder [Valerie] Jarrett so im Oval Office gesessen hätten, hätten sich die Konservativen wochenlang heiser geschrien", schrieb der Journalist.

Conway hatte bereits Kritik geerntet, als sie Anfang Februar in einem Fernsehinterview offensiv für die Modelinie von Trumps Tochter Ivanka geworben hatte. Auch ihre Aussage über "alternative Fakten" kurz nach Amtseinführung des neuen US-Präsidenten hatte für Wirbel gesorgt.

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