Hillary Clinton | Bildquelle: dpa

Wahlkampf in den USA 22 Clinton-Mails unter Verschluss

Stand: 30.01.2016 04:41 Uhr

Es kommt zur Unzeit für Hillary Clinton: Unmittelbar vor Beginn der US-Vorwahlen holt sie erneut ihre E-Mail-Affäre ein. Das Außenministerium stuft einige der Schreiben auf ihrem Privat-Account als streng geheim ein und will sie unter Verschluss halten. Das freut die Republikaner.

Das US-Außenministerium wird 22 Mails von Hillary Clinton aus ihrer Zeit als Außenministerin als "Top Secret" unter Verschluss halten. Der Sprecher des Ministeriums, John Kirby, sagte in Washington, die Dokumente seien nicht vertraulich gewesen, als sie gesendet wurden, würden aber jetzt von Geheimdiensten so bewertet.

Kurz vor der ersten Vorwahl im Kampf um das Weiße Haus im US-Bundesstaat Iowa hat die Entscheidung des Außenministeriums Brisanz für den Wahlkampf.

Clinton hatte während ihrer Zeit als US-Außenministerin von 2009 bis 2013 einen privaten E-Mail-Account für ihre gesamte dienstliche Kommunikation genutzt; eine amtliche E-Mail-Adresse besaß sie hingegen nicht. Das widersprach damals nicht den ziemlich schwammig formulierten Vorschriften.

Republikaner werfen Clinton Geheimniskrämerei vor

Seit Bekanntwerden werfen die oppositionellen Republikaner ihr vor, die private Adresse benutzt zu haben, um ihre Korrespondenz unter Verschluss zu halten. Mit einigem Erfolg: Die E-Mail-Affäre hat der Präsidentschaftsbewerberin der Demokraten bereits schwer geschadet. Das FBI ermittelt.

Clintons Wahlkampfteam reagierte schnell auf die Entscheidung des Außenministeriums, einige Mails nicht zu veröffentlichen: "Mit aller Deutlichkeit widersprechen wir dieser Blockade durch das State Department." Clinton setze sich seit mehr als einem Jahr dafür ein, die E-Mails der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Bei den 22 Mails handelt es sich um 37 Seiten. Insgesamt geht es um 55.000 Seiten.

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