Smog in Peking | Bildquelle: AP

Feinstaubbelastung erreicht Spitzenwert Der Smog hat Peking fest im Griff

Stand: 30.11.2015 08:57 Uhr

Seit Tagen liegt Chinas Hauptstadt wieder unter einer Smog-Glocke, nun sind die Feinstaubwerte in Peking auf ein Jahreshoch gestiegen. Auch in der Nachbarprovinz Hebei leiden die Menschen unter der Luftverschmutzung. Die Behörden riefen die Bürger auf, zuhause zu bleiben.

Die Luftverschmutzung in China hat wieder bedrohliche Spitzenwerte erreicht. In der Hauptstadt Peking kletterten die Werte für den besonders gesundheitsgefährdenden PM2,5-Feinstaub nach Angaben der US-Botschaft auf mehr als 560 Mikrogramm pro Kubikmeter. Es ist der bisher höchste Wert in diesem Jahr.

Auch in mehreren Städten der Nachbarprovinz Hebei lagen die Feinstaubwerte nach amtlichen Statistiken bei mehr als 500 Mikrogramm.

Smogalarm in Peking
tagesschau 07:00 Uhr, 30.11.2015

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Warnstufe "Orange"

Peking hatte bereits am Wochenende unter einer dichten Dunstglocke gelegen. "Man kann noch nicht einmal Leute sehen, die direkt vor einem stehen", schrieb ein Internetnutzer im Onlinenetzwerk Sina Weibo. Die Behörden riefen die Warnstufe "Orange" aus und forderten die Bevölkerung auf, zu Hause zu bleiben. Einige Fabriken wurden vorübergehend geschlossen. In Peking gehen die Behörden davon aus, dass sich die Situation bis Dienstag nicht bessert, dann wird eine Kaltfront erwartet.

Besonders kleine Feinstaubpartikel mit einem Durchmesser von weniger als 2,5 Mikrometer können beim Einatmen bis in die Lungenbläschen gelangen und sind für die menschliche Gesundheit hochriskant. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, dass ein Grenzwert von durchschnittlich 25 Mikrogramm PM2,5-Feinstaub über den Tag verteilt nicht überschritten werden soll.

Arbeitsbedingungen in Peking für ARD-Team | Bildquelle: Mario Schmidt
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ARD-Fernsehteam in Peking: Arbeiten bei Smogwerten "beyond index".

Dramatische Umweltverschmutzung

In China wird die zunehmende Umweltverschmutzung inzwischen für Hunderttausende Todesfälle verantwortlich gemacht, etwa durch Herzerkrankungen, Schlaganfälle und Lungenkrebs. Die größten Luftverschmutzer sind Kohlekraftwerke, Industrieanlagen und der mit dem wachsenden Wohlstand rasant zunehmende Autoverkehr.

Beim UN-Klimagipfel in Paris ist China als der größter Emittent von klimaschädlichen Gasen ein zentraler Akteur. Von seinen Zusagen hängt auch das Verhalten anderer wichtiger Länder ab. Im Juni hatte Peking angekündigt, seine CO2-Emissionen ab 2030 nicht mehr zu steigern.

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