Karte: Bulgarien

Von Schleusern offenbar ausgesetzt Zwei Migrantinnen in Bulgarien erfroren

Stand: 07.02.2016 13:40 Uhr

Bei Eiseskälte wurden sie von Schleusern offenbar ausgesetzt: In Bulgarien erfroren zwei Migrantinnen, die mit einer 19-köpfigen Gruppe über die Türkei in den EU-Staat geflohen waren. Die Überlebenden werden in einer Klinik behandelt.

Im Südosten Bulgariens sind zwei Migrantinnen erfroren. Die beiden seien mit einer Gruppe aus 19 Menschen illegal aus der Türkei nach Bulgarien gelangt, sagte Grenzschutzchef Antonio Angelow dem Staatsradio. Schleuser hätten die Migranten im verschneiten Grenzgebiet im Raum Malko Tarnowo sitzen lassen. Das Innenministerium teilte mit, es handele sich um eine Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren sowie um eine Frau zwischen 30 und 40 Jahren.

Die Grenzsoldaten hätten den Tod der Migrantinnen nicht verhindern können, sagte Innenministerin Rumjana Batschwarowa dem Fernsehsender bTV. "Das illegale Passieren der Grenze ist mit Risiken verbunden", warnte sie.

Überlebende werden in Klinik behandelt

Die Überlebenden, unter ihnen elf Kinder, wurden nach Angaben von Rettungskräften mit Erfrierungen ins Krankenhaus gebracht. Zwei Menschen schwebten in Lebensgefahr. Die Überlebenden berichteten, sie stammten aus dem Irak und Afghanistan.

Bulgarien verlängert derzeit einen 30 Kilometer langen Grenzzaun zur Türkei, damit die Migranten nur über offizielle Grenzübergänge nach Bulgarien - und damit in die EU - gelangen können. Im ärmsten EU-Land wurden im vergangenen Jahr 27.000 Migranten aus Krisengebieten registriert.

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