Anders Behring Breivik bei der Gerichtsverhandlung  | Bildquelle: AP

Prozess um Breiviks Haftbedingungen Massenmörder will nicht isoliert sein

Stand: 15.03.2016 11:19 Uhr

Wegen der Attentate von Oslo und Utøya sitzt Anders Breivik in Isolationshaft. Das versucht er nun in einem Verfahren gegen den norwegischen Staat zu ändern. Er beruft sich auf die Europäische Menschenrechtskonvention. Zum Prozessauftakt provozierte er.

Vor dem Osloer Landgericht hat der Prozess des als Massenmörder verurteilten Attentäters Anders Behring Breivik gegen den norwegischen Staat begonnen. Der 37-Jährige wirft der Regierung in dem Verfahren vor, gegen die Europäische Menschenrechtskonvention verstoßen zu haben, weil er im Gefängnis in der Stadt Skien in Isolationshaft sitzt. In dem auf vier Verhandlungstage angesetzten Prozess will Breivik bessere Haftbedingungen erreichen. Breivik hat seit seiner Inhaftierung keinen Kontakt zu Mitgefangenen und so gut wie keine privaten Besucher. Sein Anwalt argumentiert, die Isolationshaft wirke sich verheerend auf die "psychische Gesundheit" aus.

Clas Oliver Richter, ARD Stockholm, zur Klage Breiviks
tagesschau 13:00 Uhr, 15.03.2016

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Breivik zeigt Nazi-Gruß

Anders Behring Breivik bei der Gerichtsverhandlung | Bildquelle: AFP
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Anders Behring Breivik sitzt derzeit seiner Haftstrafe wegen der Attentate von Oslo und auf der Insel Utøya ab.

Breivik, der wegen seiner Anschläge in Oslo und auf der Insel Utøya in einem Strafverfahren 2012 zu 21 Jahren Haft verurteilt worden war, erschien mit kahl rasiertem Schädel vor Gericht. Nachdem ihm Gefängniswärter die Handschellen abgenommen hatten, drehte er sich zu Journalisten um und streckte seinen rechten Arm zum Nazi-Gruß aus.

Breivik hatte im Juli 2011 bei den Anschlägen in Oslo und auf der Insel Utøya 77 Menschen getötet. Zunächst zündete er eine Bombe im Regierungsbezirk der Hauptstadt Oslo. Dabei starben acht Menschen. Anschließend schoss er beim Sommerlager der Jugendorganisation der linksgerichteten Arbeiterpartei auf der Insel Utøya um sich und tötete dabei 69 Menschen.

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