U2-Sänger Bono | Bildquelle: AFP

"Paradise Papers" Bono zieht Konsequenzen aus Steueraffäre

Stand: 08.01.2018 17:57 Uhr

U2-Sänger Bono zieht Konsequenzen aus den "Paradise Papers"-Enthüllungen und verkauft seine Anteile an einem litauischen Einkaufszentrum, das jahrelang keine Steuern auf Gewinne gezahlt haben soll.

Von Elena Kuch und Markus Sehl, NDR

Eine litauische Firma geriet in das Visier von Steuerfahndern, ausgelöst durch die Recherchen von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung zu den "Paradise Papers". Jetzt erklärte sich die Firma bereit, 43.000 Euro Steuern nachzuzahlen sowie eine Strafgebühr in Höhe von 19.000 Euro zu entrichten.

Die Sprecherin der litauischen Steuerfahndung, Ruta Asadauskaite, sagte der Nachrichtenagentur AFP, dass die Prüfung Ende 2017 abgeschlossen worden sei. Die Steuerbehörden hätten die Nachzahlung daraufhin empfohlen.

Einkaufszentrum in Utena | Bildquelle: Lukas Balandis / 15min.lt
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Im litauischen Utena steht das Einkaufszentrum.

Bono lässt Anteile verkaufen

An dem Unternehmen hielt auch der U2-Sänger Bono Minderheitsanteile über ein Netz aus Briefkastenfirmen. Sein Geld landete so auch in einem litauischen Einkaufszentrum. Nach Angaben litauischer Steuerexperten rechnete das Einkaufszentrum seine Gewinne klein und umging dadurch Steuern.

Bono äußerte sich im Guardian: "Ich bin nicht glücklich darüber, dass es diese Untersuchung brauchte, um einen Fehler offenzulegen. Daher habe ich meine Berater angewiesen, meine Investitionen in diese Firma, auf die ich keinen Einfluss hatte, aufzugeben."

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 06. November 2017 um 12:00 Uhr.

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