Anschlag in Baghdad | Bildquelle: REUTERS

IS-Anschlag in Bagdad Zahl der Toten in Schiitenviertel gestiegen

Stand: 29.02.2016 09:10 Uhr

Nach den zwei schweren Selbstmordanschlägen in einem Schiitenviertel der irakischen Hauptstadt Bagdad hat sich die Zahl der Todesopfer erhöht: Irakische Behörden sprechen von 73 Toten , mehrere Schwerverletzte seien in der Nacht gestorben. Der IS hatte sich zu der Tat bekannt.

Nach zwei verheerenden Bombenanschlägen der IS-Terrormiliz am Sonntag auf einen Markt in Bagdad ist die Zahl der Opfer auf 73 gestiegen. Mehrere Schwerverletzte seien über Nacht gestorben, berichteten die irakischen Behörden. 112 Menschen lägen noch im Krankenhaus. Mindestens fünf Menschen würden noch vermisst.

Gestern waren kurz nacheinander zwei Bomben auf einem belebten Markt im schiitischen Viertel Sadr City im Osten der irakischen Hauptstadt hochgegangen. Der IS bekannte sich in einer im Internet veröffentlichten Erklärung zu den Taten.

Immer wieder IS-Anschläge auf Schiiten

Im Jahr 2014 hatte der IS große Gebiete nördlich und westlich von Bagdad eingenommen. Die IS-Terrormiliz betrachtet Schiiten, die im Irak in der Mehrheit sind, als Ungläubige und verübt immer wieder gezielt Anschläge auf sie.

Iraks Ministerpräsident Haider al-Abadi hatte vor kurzem angekündigt, den IS in diesem Jahr aus dem Irak vertreiben zu wollen. Vor einigen Wochen hatten die Streitkräfte die bereits im Dezember zu weiten Teilen zurückeroberte Provinzhauptstadt Ramadi für vollständig befreit erklärt. Es wird nun mit einem Angriff auf die Stadt Mossul gerechnet, die der IS im Sommer 2014 eingenommen hatte.

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