Die Schiffe "Anzac" und "Arunta" | Bildquelle: picture alliance / dpa

Milliarden für das Militär Australien rüstet auf

Stand: 25.02.2016 09:27 Uhr

Angesichts wachsender Spannungen im Südchinesischen Meer will Australien massiv in sein Militär investieren. In den nächsten 20 Jahren will das Land rund 126 Milliarden Euro ausgeben - unter anderem für U-Boote.

Als Reaktion auf Spannungen im Südchinesischen Meer will Australien massiv in sein Militär investieren. Die Regierung legte ein Weißbuch vor, das über die nächsten 20 Jahre Ausgaben in Höhe von umgerechnet 126 Milliarden Euro vorsieht.

Unter anderem sollen zwölf neue U-Boote angeschafft werden, um deren Bau sich auch die Kieler Werft ThyssenKrupp Marine Systems beworben hat. Zudem will Australien neue Fregatten und Raketen anschaffen, um das Militär umfassend zu modernisieren.

Die Investitionen sollen ermöglichen, "zur Stelle sein zu können, wenn unsere Interessen bedroht sind oder unsere Hilfe benötigt wird", sagte Regierungschef Malcolm Turnbull. Australien sei anfällig für Bedrohungen durch Konflikte, Klimawandel, Cyberangriffe, Pandemien und Terrorismus.

Lange schwelender Streit im Südchinesischen Meer

Im Südchinesischen Meer war der seit Jahren andauernde Territorial-Streit zuletzt eskaliert. China hatte nach US-Angaben Flugabwehrraketen auf Woody Island stationiert. Zuvor hatte die US-Marine ein Kriegsschiff in die Zwölf-Meilen-Zone rund um die Spratly-Inseln entsandt.

Das Südchinesische Meer liegt zwischen China, Vietnam, Malaysia und den Philippinen. Ein Drittel des weltweiten Schiffsverkehrs wird dort abgewickelt. In der Region werden große Öl- und Gasvorkommen vermutet. China beansprucht 90 Prozent des 3,5 Millionen Quadratkilometer großen Gebietes, darunter Inseln und Riffe, die teils mehr als 800 Kilometer von der chinesischen, aber nur etwa 220 Kilometer von der philippinischen Küste entfernt liegen.

China ist Australiens wichtigster Handelspartner. In dem Militärplan ist jedoch festgeschrieben, dass die USA auch weiterhin der wichtigste strategische Verbündete Australiens bleiben sollen.

Darstellung: