Belgische Polizisten.

Nach Fahrt in Antwerpen Behörden erheben Terrorvorwürfe

Stand: 24.03.2017 14:29 Uhr

Nachdem ein Mann in Antwerpen offenbar versucht hatte, in eine Menschenmenge zu rasen, hat ein Gericht Haftbefehl erlassen. Dem 39-jährigen Tunesier wird versuchter Mord und versuchte Körperverletzung aus terroristischen Motiven vorgeworfen.

Nach einem vereitelten möglichen Anschlagsversuch in Antwerpen ist ein 39 Jahre alter Tunesier in Untersuchungshaft genommen worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft in Brüssel erließ ein Richter den Haftbefehl wegen versuchten Mordes und versuchter Körperverletzung aus terroristischen Motiven. Außerdem habe der Mann gegen das Waffengesetz verstoßen.

Er war am Donnerstag mit hoher Geschwindigkeit durch das Einkaufsviertel Antwerpens gefahren. Menschen mussten zur Seite springen, um sich in Sicherheit zu bringen. Versuche von Soldaten, das Auto zu stoppen, blieben erfolglos. Erst eine Spezialeinheit der Polizei konnte den Wagen anhalten und den flüchtenden Mann stellen. Die Beamten fanden im Kofferraum Stichwaffen, ein Gewehr und einen Kanister mit einer zunächst unbekannten Flüssigkeit.

Angeblich sei der Mann auch wegen illegalen Waffenbesitzes bei der Polizei bereits bekannt gewesen. Die Bundesstaatsanwaltschaft in Brüssel erklärte, sie werde im Interesse der weiteren Ermittlungen vorerst keine weiteren Einzelheiten zu dem Fall mitteilen. Am Donnerstag hatte es geheißen, der Täter sei ein französischer Staatsbürger und lebe in Frankreich.

Über dieses Thema berichteten am 24. März 2017 der Deutschlandfunk um 14:00 Uhr und NDR Info um 14:15 Uhr jeweils in den Nachrichten.

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