Anschläge in Syrien: Homs | Bildquelle: dpa

Anschläge in Syrien Zahl der Todesopfer weiter gestiegen

Stand: 22.02.2016 05:08 Uhr

Mehr als 150 Tote - das ist die traurige Bilanz der Anschlagsserie in Damaskus und Homs. Gleichzeitig wollen die USA und Russland ihre Bemühungen um eine Waffenruhe in Syrien fortsetzen. Helfen soll dabei offenbar ein Telefonat der Präsidenten Obama und Putin.

Nach den jüngsten Anschlägen in Syrien ist die Zahl der Todesopfer laut Aktivisten auf mehr als 150 gestiegen. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte teilte mit, bei der Anschlagsserie in der Nähe eines schiitischen Schreins südlich von Damaskus seien 96 Menschen getötet worden. Zudem habe es Dutzende Verletzte gegeben. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Sana wurden mindestens 83 Menschen getötet.

Anschläge in Syrien: Damaskus | Bildquelle: AP
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Nach dem Anschlag in der Nähe eines schiitischen Schreins südlich von Damaskus

In der zentralsyrischen Stadt Homs kamen bei einem Doppelanschlag mit Autobomben laut Beobachtungsstelle mindestens 59 Menschen ums Leben. Die einstige Rebellenhochburg Homs wird hauptsächlich von syrischen Regierungstruppen kontrolliert. In der Stadt gibt es häufig Anschläge.

Die in London ansässige Beobachtungsstelle stützt sich auf ein Netzwerk von Informanten in Syrien. Ihre Angaben können von unabhängiger Seite nicht überprüft werden. Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) bekannte sich in nicht verifizierbaren Online-Botschaften zu den Taten.

Gleichzeitig setzten die Regierungstruppen von Präsident Bashar al-Assad ihre Offensive in Aleppo unvermindert fort. Am Sonntag konnten sie mithilfe russischer Luftangriffe 31 Dörfer im Norden der Provinz vom IS zurückerobern, wie der libanesische Hisbollah-Sender Al-Manar berichtete.

Gespräche über Waffenruhe

Derweil gehen die Bemühungen um eine Lösung des Syrien-Konflikts weiter. US-Außenminister John Kerry kündigte ungeachtet der tobenden Kämpfe an, dass eine "vorläufige grundsätzliche Einigung" für eine Waffenruhe erzielt worden sei.

Er habe mit dem russischen Außenminister Sergei Lawrow über das Abkommen gesprochen, das nun mit den verschiedenen Konfliktparteien beraten werden solle. Die Feuerpause könnte in den nächsten Tagen beginnen, sagte Kerry. Die Präsidenten beider Länder, Barack Obama und Wladimir Putin, würden in den nächsten Tagen noch einmal darüber sprechen.

Ringen um eine Feuerpause
tagesschau 12:00 Uhr, 22.02.2016, Volker Schwenck, ARD Kairo

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