Sicherheitskräfte vor dem Atatürk-Flughafen, Archivbild | Bildquelle: REUTERS

Attentat auf Atatürk-Flughafen Anklage gegen 46 Verdächtige

Stand: 22.02.2017 14:12 Uhr

45 Menschen wurden bei dem Anschlag auf den Istanbuler Atatürk-Flughafen im Juni getötet - nun wurde die Anklage gegen 46 Verdächtige zugelassen. Ihnen wird vorsätzliche Tötung und die Mitgliedschaft in einer Terrororganisation vorgeworfen.

Fast acht Monate nach dem Terroranschlag auf den Istanbuler Flughafen Atatürk mit zahlreichen Todesopfern hat ein Gericht in der türkischen Metropole die Anklage gegen 46 Verdächtige angenommen. Ihnen werde unter anderem vorsätzliche Tötung und Mitgliedschaft in einer Terrororganisation vorgeworfen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Die Staatsanwaltschaft fordere jeweils lebenslänglich.

Die Nachrichtenagentur DHA berichtete unter Berufung auf die Anklageschrift, bei den Selbstmordattentätern handele es sich um die russischen Staatsbürger Rakim Bulgarov, Vadim Osmanov und eine nicht identifizierte Person. Kurz nach dem Anschlag hatte es aus türkischen Regierungskreisen geheißen, die Attentäter seien aus Usbekistan, Kirgistan und der russischen Region Dagestan.

Am 28. Juni 2016 waren drei Attentäter in den Istanbuler Atatürk-Flughafen eingedrungen, hatten um sich geschossen und sich anschließend in die Luft gesprengt. Der Anschlag forderte 45 Todesopfer. Die Regierung macht die Terrormiliz "Islamischer Staat (IS)" verantwortlich, die sich jedoch nicht zu der Tat bekannte.

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