Angriffe in Aleppo | Bildquelle: REUTERS

Aleppo UN fordern Stopp der Angriffe

Stand: 29.11.2016 04:34 Uhr

Es ist ein hilfloser Appell: Die UN rufen die Kriegsparteien in Syrien auf, ihre Angriffe auf Zivilisten im Osten von Aleppo einzustellen. Die "willkürliche Bombardierungen" müssten gestoppt werden. Die Menschen in der Stadt brauchen dringend Hilfslieferungen.

Die UN haben an die Kriegsparteien in Syrien appelliert, ihre Angriffe auf Zivilisten im Osten von Aleppo einzustellen. UN-Sprecher Stéphane Dujarric sagte, die UN rufe alle Konfliktparteien dazu auf, die "willkürlichen Bombardierungen einzustellen" und Zivilisten sowie die zivile Infrastruktur zu verschonen. Zugleich sei es dringend nötig, dass die Menschen in der Stadt mit Hilfslieferungen versorgt werden könnten.

Die letzten Nahrungsmittellieferungen des Welternährungsprogramms (WFP) seien seit Mitte November aufgebraucht und auch die Hilfen anderer Organisationen gingen allmählich zur Neige, warnte Dujarric. In Ost-Aleppo gebe es praktisch keine Lebensmittel mehr und die dort eingeschlossenen rund 275.000 Menschen lebten unter "entsetzlichen Bedingungen".

Flucht aus Aleppo
Morgenmagazin, 29.11.2016, Esther Saoub, SWR

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Die syrischen Aufständischen hatten in Aleppo zuletzt nach Einschätzung von Aktivisten "die schwerste Niederlage seit 2012" erlitten. Nach wochenlanger Belagerung des Ostteils der Millionenstadt gaben die Rebellen mehrere Stadtviertel im Nordosten auf. Damit haben die Regimegegner innerhalb weniger Tage mehr als ein Drittel ihres Gebietes in der Stadt verloren. Vor knapp zwei Wochen hatten die Truppen des syrischen Staatschefs Bashar al Assad eine Offensive zur vollständigen Eroberung der einstigen Wirtschaftsmetropole begonnen.

Stadtkarte Aleppo
galerie

Aleppo: Im Osten der Stadt liegen die Gebiete, um die gekämpft wird.

Die frühere Handelsmetropole gehört im bald sechs Jahre dauernden syrischen Bürgerkrieg zu den umkämpftesten Gebieten. Als neben Damaskus größte Stadt des Landes ist sie strategisch und symbolisch wichtig. Bislang ist Aleppo geteilt: Das Regime und Verbündete kontrollieren die Stadtteile im Westen, Rebellen den Osten. Die Oppositionsgebiete sind seit Anfang September wegen einer Blockade der Armee von der Außenwelt abgeschottet.

Im Osten Aleppos sollen nach Schätzungen noch rund 250 000 Menschen leben. Wegen der Blockade fehlt es dort akut an Lebensmitteln, sauberem Trinkwasser, Strom und medizinischer Versorgung. Tausende Zivilisten sind nun auf der Flucht vor Kämpfen und Luftangriffen. Sie flohen nach Angaben von Aktivisten in Stadtteile unter Kontrolle des Regimes und in von Kurden gehaltene Viertel. Andere suchten im Südosten Aleppos in Rebellengebieten Schutz.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 29. November 2016 um 06:00 Uhr.

Darstellung: