Syrisch-türkischer Grenzübergang | Bildquelle: REUTERS

Zehntausende Flüchtlinge an syrischer Grenze Plant die Türkei ein Lager im Niemandsland?

Stand: 08.02.2016 11:55 Uhr

Die Türkei sieht sich am Rande ihrer Kapazitäten, noch mehr Flüchtlinge aufzunehmen. Deshalb warten seit Tagen Zehntausende Syrer an der Grenze. Nun plant Ankara womöglich ein Lager im Niemandsland. Derweil rücken Assads Truppen offenbar näher.

Noch immer warten Zehntausende Syrer, die wegen einer Regierungsoffensive im Raum Aleppo geflohen sind, an der syrisch-türkischen Grenze. Gestern noch stellte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan den Flüchtlingen die Einreise in Aussicht. "Wenn die aus Aleppo vertriebenen Zivilisten vor unseren Türen stehen, werden wir unsere Brüder hereinlassen", hatte er gesagt.

"Heute sieht das ganz anders aus", berichtet ARD-Korrespondent Oliver Mayer-Rüth aus der türkischen Grenzsstadt Kilis. Die Türkei wolle offenbar die Lager an der Grenze ausbauen und versuchen, die Flüchtlinge so lange wie möglich auf der syrischen Seite zu versorgen. So müssten sie nicht in die Türkei kommen. Zwischen der türkischen und der syrischen Grenze gibt es eine Art Niemandsland. "Jetzt erwägt man, dass man in diesem Niemandsland eine Infrastruktur für Flüchtlinge ausbaut", berichtet Mayer-Rüth. Dorthin könnten sie im Notfall gebracht werden, falls die Assad-Truppen näher kommen.

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Flüchtlinge im türkisch-syrischen Grenzgebiet

Syrisches Flüchtlingskind

Ein syrisches Kind, das seit einiger Zeit in einem Camp in der Türkei lebt: Wann der Junge wieder nach Hause kann, ist ungewiss. | Bildquelle: Oliver Mayer-Rüth

Denn die Kämpfe um Aleppo gehen offenbar weiter. "Von der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte hört man, dass die Truppen immer näher an die türkische Grenze kommen und bereits 25 bis 30 Kilometer entfernt seien." Hinter der Grenze sorgt die Freie syrische Armee für die Sicherheit. "Das könnte zu einer brenzligen Situation führen, die dann auch den Druck auf die Türkei erhöht, doch noch die Grenze zu öffnen", meint Mayer-Rüth.

Türkei hält Grenze zu Syrien weiterhin geschlossen
tagesschau 20:00 Uhr, 08.02.2016, Oliver Mayer-Rüth, ARD Istanbul, zzt. Kilis

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Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte (Syrian Observatory for Human Rights, SOHR) sitzt in Großbritannien und will Menschenrechtsverletzungen in Syrien dokumentieren. Die Informationen der Beobachtungsstelle lassen sich nicht unabhängig überprüfen.  

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