Syrische Soldaten laufen durch einen zerstörten Teil von Aleppo. | Bildquelle: AP

Lage in Aleppo Abzug nach dem letzten Schuss?

Stand: 14.12.2016 06:06 Uhr

Nach dem Ende der Kämpfe um Aleppo soll der vereinbarte Abzug von Kämpfern und Zivilisten beginnen. Die Opposition spricht von Verzögerungen. Die Türkei bereitet sich offenbar auf rund 80.000 Flüchtlinge aus der syrischen Stadt vor.

Nach dem Ende der Kämpfe um die syrische Stadt Aleppo kommt die Evakuierung der östlichen Stadtteile offenbar nicht voran. Pro-syrische Milizen würden verhindern, dass die Menschen aus den bis zuletzt von der Opposition gehaltenen Gebieten abziehen könnten, sagte ein Vertreter der Rebellen.

Syrien bestreitet Racheakte

Die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte erklärte, bislang habe kein Kämpfer und kein Zivilist Ost-Aleppo verlassen. Die Evakuierung verzögere sich. Der Grund dafür sei unbekannt. Ein Vertreter der Allianz um den syrischen Machthaber Baschar al-Assad hatte erklärt, die Evakuierung solle am Morgen beginnen.

In der Nacht traf ein Konvoi von Bussen ein, um die Menschen in die von der Opposition kontrollierte Provinz Idlib zu bringen.

Der UN-Botschafter Syriens wies Vorwürfe zurück, das syrische Militär habe sich an Zivilisten gerächt. Die syrischen Kräfte hätten die Bürger im Osten der Stadt von "Terroristen" befreit, sagte Baschar Dschaafari. Die Regierung überprüfe die Identität der Menschen, die Aleppo verließen, um Terroristen und ausländische Kämpfer auszumerzen. Einige von ihnen hätten sich als Frauen verkleidet.

Zivilisten fliehen aus Ost-Aleppo
Morgenmagazin, 14.12.2016, Stephan Lenhardt, SWR

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Rebellen geben auf - Türkei will Flüchtlinge aufnehmen

Nach jahrelangen Kämpfen hatten die Rebellen am Dienstag ihren Widerstand in Aleppo aufgegeben. Die Metropole befindet sich nach russischen Angaben nach einer Einigung auf einen Waffenstillstand wieder vollständig unter Kontrolle des syrischen Militärs. Die Aufständischen hatten angekündigt, die wenigen noch von ihnen gehaltenen Viertel im Osten der Stadt zu räumen. Alle eingeschlossenen Zivilisten würden in Sicherheit gebracht. Russland sprach von einer Abzugserlaubnis für die Rebellen und ihre Familien. Diese erhielten "freies Geleit" und könnten gehen, wohin sie wollen.

Unterdessen kündigte die Türkei an, eine Zeltstadt für bis zu 80.000 Flüchtlinge aus Aleppo aufbauen zu wollen. Der stellvertretende Ministerpräsident Mehmet Simsek kündigte das Vorhaben bei Twitter an, ohne allerdings Details zu nennen. Die Türkei hat bereits rund 2,7 Millionen Flüchtlinge aus Syrien aufgenommen.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 13. Dezember 2016 um 22:25 Uhr und das ARD-Morgenmagazin am 14. Dezember 2016 um 05:38 Uhr.

Darstellung: