Mahmud Ahmadinedschad  | Bildquelle: imago/Xinhua

Verwirrung im Iran Ahmadinedschad will kandidieren - oder doch nicht?

Stand: 12.04.2017 10:53 Uhr

Will der ehemalige Staatschef des Iran, Ahmadinedschad, erneut Präsident werden? Zumindest hat er nun entsprechende Bewerbungsunterlagen eingereicht. Anschließend sagte er aber, er wolle nicht wieder an die Macht kommen. Die Verwirrung ist groß.

Der frühere iranische Staatschef Mahmud Ahmadinedschad hat seine Bewerbungsunterlagen für die Präsidentenwahl im Mai eingereicht. Dabei hatte er eigentlich im vergangenen Herbst erklärt, nicht zu kandidieren. Das geistliche Oberhaupt des Iran, Ayatollah Ali Chamenei, hatte ihm von einer Bewerbung abgeraten. Nun erklärte Ahmadinedschad, er stehe nach wie vor zu seinem Versprechen, nicht selbst anzutreten. Seine Registrierung als Kandidat diene "lediglich der Unterstützung Baghais".

Der Konservative Hamid Baghai ist ebenfalls für die Wahl registriert und war der frühere Stellvertreter Ahmadinedschad. Dieser war von 2005 bis 2013 iranischer Präsident. Der Hardliner sorgte in dieser Zeit für kontinuierliche Spannungen mit dem Westen. Unter anderem baute er das Atomwaffenprogramm des Landes aus und rief zur Zerstörung Israels auf.

Seit Dienstag und bis einschließlich Samstag können sich Kandidaten für die Wahl registrieren lassen. Anschließend werden sie vom Wächterrat geprüft, der am 27. April die endgültige Liste bekanntgeben will. Amtsinhaber Hassan Rohani ist bereits für eine erneute Kandidatur qualifiziert. Die Präsidentschaftswahl im Iran findet am 19. Mai statt.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 12. April 2017 um 11:00 Uhr.

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