Eine bei einem Selbstmordanschlag zerstörte Moschee im Westen Afghanistan | Bildquelle: AFP

Explosion in Afghanistan Tote nach Anschlag auf Moschee

Stand: 01.08.2017 22:03 Uhr

Bei einem Selbstmordanschlag auf eine Moschee im Westen Afghanistans sind mindestens 29 Menschen getötet und mehr als 60 weitere verletzt worden. Noch bekannte sich niemand zu der Tat. Erst am Montag hatten IS-Kämpfer in Kabul die irakische Botschaft angegriffen.

Erneut hat es in Afghanistan einen Selbstmordanschlag gegeben: Bei einer Explosion in einer schiitischen Moschee in Herat im Westen des Landes sind mindestens 29 Menschen getötet worden. Das bestätigte ein Sprecher des Gouverneurspalast. Mehr als 60 Menschen wurden verletzt. Die Zahl der Opfer könne aber noch steigen.

Selbstmordanschlag auf Moschee in Afghanistan
tagesschau 09:00 Uhr, 02.08.2017

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Nach Angaben des Polizeisprechers der Stadt war die Moschee voll besetzt gewesen. Einige Augenzeugen hätten berichtet, dass ein Mann zuerst auf die Betenden geschossen und dann seine Sprengstoffweste gezündet habe. Zuvor hatten einige Medien von zwei Attentäters gesprochen.

Immer wieder Anschläge in Afghanistan

Wer hinter der Tat steckt, ist noch unklar. Ein Sprecher der radikalislamischen Taliban ließ per Kurznachrichtendienst Twitter verlauten, die Taliban hätten mit dem Anschlag nichts zu tun. In den vergangenen Monaten waren es vor allem Kämpfer der sunnitischen IS-Terrormiliz, die wiederholt schiitische Moscheen und Versammlungen der schiitischen ethnischen Minderheit der Hasara angegriffen hatten. Seit Januar gab es allein in der Hauptstadt Kabul elf große Anschläge, bei denen mehr als 1000 Menschen getötet und verletzt wurden.

Erst am Montag hatten IS-Kämpfer in Kabul die irakische Botschaft angegriffen. Dabei wurden nach jüngsten Angaben die Attentäter, ein Wachmann und eine Frau getötet.

Der IS wird in seiner Basis, der ostafghanischen Provinz Nangarhar, fast täglich von US- und afghanischer Luftwaffe bombardiert und mit Bodentruppen in die Enge getrieben. Dennoch hält er weiter Territorium und weitet offenbar die Rekrutierung aus.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 01. August 2017 um 19:44 Uhr.

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